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Schleswiger Nachrichten

27. September 2016 | 00:27 Uhr

Schleswighausen : Spaß an der Arbeit und Klagen über das Finanzamt

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Rund 160 Kinder kamen zur Mitmach-Stadt auf den Königswiesen.

Es war fast alles so wie im echten Erwachsenenleben. Rund 160 Kinder zwischen sieben und zwölf Jahren tauchten gestern in der Mitmach-Stadt „Schleswighausen“ auf spielerische Art und Weise in die Arbeitswelt ein – mit allen Vor- und Nachteilen.

„Die ziehen uns ganz schön das Geld aus der Tasche. Das ärgert einen schon“, schimpfte die elfjährige Katharina, als sie auf das Finanzamt angesprochen wurde. Gemeinsam mit einigen anderen Mädchen zog sie als Müllabfuhr über das „Stadtgebiet“, das auf den Königswiesen aufgebaut war. Für diese Arbeit gab es zwar einerseits einen ordentlichen Lohn: 18 Schlei-Taler. Als Katharina und ihre Kolleginnen den dann an der Kasse abholen mussten, warteten nebenan allerdings auch schon Kimberley Kruse und Jan Fechner. Die beiden Auszubildenden des Schleswiger Finanzamtes achteten genau darauf, dass jedes Kind seine Steuern zahlt, auch wenn das – wie bei Katharina – nicht jedem schmeckte. „Aber wenn man ihnen erklärt, dass die Steuereinnahmen der Allgemeinheit zugute kommen, sehen die meisten schon einen Sinn hinter den Abgaben“, erzählte Jan Fechner.

Neben der Müllabfuhr gab es noch eine ganze Reihe weiterer Berufe, die die Kindern ausüben konnten. Ihren Verdienst konnten sie danach im „Supermarkt“ oder etwa an der Hüpfburg ausgeben, wo natürlich auch zahlreiche Mädchen und Jungs im Einsatz waren. „Viele sind so eifrig bei ihren Jobs dabei, dass wir sie am Ende fast dazu drängen müssen, ihre Schlei-Taler auch auszugeben“, erzählte Maren Korban von der Awo, die die Aktion erneut gemeinsam mit dem Kinderschutzbund organisierte. Auch andere Vereine beteiligten sich daran. Darunter die Jugendzentren aus Schleswig und Kropp und die DLRG. Die Eltern der Kinder indes hatten „Schleswighausen“-Verbot. Sie mussten hinter einem eigens für sie gezogenen Flatterband bleiben.

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erstellt am 19.Sep.2016 | 07:36 Uhr

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