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Schleswiger Nachrichten

03. Dezember 2016 | 20:52 Uhr

Keimfrei : So sauber ist das Schleswiger Trinkwasser

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Die Schleswiger Stadtwerke nehmen sechs Mal im Monat Proben an verschiedenen Stellen im Stadtgebiet.

Während die Menschen in Neumünster und Umgebung weiterhin aufgerufen werden, ihr Trinkwasser vor der Benutzung abzukochen, müssen sich die Schleswiger keine Sorgen machen. „Unser Wasser ist sauber“, sagte Stadtwerke-Geschäftsführer Wolfgang Schoofs gestern auf SN-Nachfrage. „Das Trinkwasser wird sechs Mal im Monat kontrolliert, das sind 72 Mal im Jahr“, betonte er. In Neumünster war bei einer solchen Routine-Untersuchung festgestellt worden, dass die Grenzwerte für coliforme Keime überschritten werden. „Vor so etwas ist niemand gefeit“, so Schoofs. Er selbst habe im Rahmen seiner früheren beruflichen Tätigkeit in Niedersachsen einmal eine ähnliche Situation wie jetzt in Neumünster erlebt. „Meine Aufgabe war es dann, das marode Kanalnetz zu sanieren.“

Das Schleswiger Trinkwasser kommt aus tiefen Erdschichten, die bis zu 100 Meter unter der Oberfläche liegen. Regenwasser benötigt Jahrhunderte, bis es so tief vorgedrungen ist. Das ist auch der Grund, warum die Hinterlassenschaften der modernen Landwirtschaft – Pflanzengift und große Mengen Gülle – noch auf Jahrzehnte hinaus für die Schleswiger Verbraucher kein Problem darstellen werden. Keime gelangen aber in der Regel über das Rohrnetz ins Trinkwasser. „Das kann zum Beispiel bei einem Rohrbruch geschehen“, erläuterte der Stadtwerke-Chef. Deshalb werden die Proben, die anschließend in einem Kieler Labor untersucht werden, an unterschiedlichen Stellen im gesamten Stadtgebiet entnommen – direkt aus dem Wasserhahn. Meistens geht dazu ein Stadtwerke-Mitarbeiter in ein öffentliches Gebäude – in einen Kindergarten, eine Schule oder auch mal ins Rathaus. Schoofs: „In der Regel lautet das Ergebnis: keimfrei.“ Während seiner Zeit in Schleswig habe es noch nie Probleme gegeben, sagte Schoofs.

Die Stadtwerke verweisen schon seit Jahren auf die Spitzenwerte bei ihren Trinkwasseranalysen und veröffentlichen die Ergebnisse auch auf ihrer Internetseite (www. schleswiger-stadtwerke.de). Demnach hat ein Liter 18,0 Milligramm Natrium, 80,7 Milligramm Calcium und 6,92 Milligramm Magnesium. Hohe Anteile an Eisen und Mangan, die im Wasser enthalten sind, wenn es direkt aus der Quelle kommt, und ihm einen gelblichen Grundton geben, werden in mehr als fünf Meter hohen, mit Kies gefüllten Stahlbehältern im Wasserwerk herausgefiltert.

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erstellt am 05.Aug.2016 | 07:55 Uhr

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