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Schleswiger Nachrichten

02. Dezember 2016 | 19:02 Uhr

Idstedt : Seit zwei Jahren fehlen die Markierungen auf der Kreisstraße

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Streit zwischen Landesbetrieb und Baufirma: Fertigstellung der Kreisstraße zwischen Wilhelmslust und Idstedt-Kirche stockt.

Wenn zwei sich streiten, ärgert sich der Dritte. Das abgewandelte Sprichwort gilt schon seit zwei Jahren für die Kreisstraße 44 zwischen Wilhelmslust und Idstedt-Kirche. Das drei Kilometer lange Teilstück war damals saniert worden. Alles schien nach Plan zu laufen – bis der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr (LBV) gravierende Mängel feststellte. Laboruntersuchungen hätten ergeben, dass über die gesamte Länge eine Verbunddecke zwischen Asphalt und der Tragschicht fehlte. Und wer trägt dafür die Verantwortung? Eine Einigung zwischen dem Landesbetrieb und der Baufirma gab es nicht – und das hat sich bis heute nicht geändert. „Das zieht sich hin wie Kaugummi“, kommentiert der Leiter des Landesbetriebs, Karl-Heinz Roos.

Es geht darum, wer die fehlende Verbunddecke und die neue Asphaltschicht bezahlt. Nachgeben will bisher niemand. Um Druck aufzubauen, hat der Landesbetrieb auf das in dieses Fällen übliche Mittel zurückgegriffen: „Es wurden Teile der Bezahlung für die Sanierung zurückgehalten, um die Baufirma zum Einlenken zu bewegen.

Nun könnten die Autofahrer ja eigentlich geduldig warten und die Straße nutzen und auf die nächste Reparatur warten. Das Problem: Sie haben dort immer noch keine freie Fahrt. Nach der Sanierung wurden keine Markierungen aufgetragen, was ein zwangsläufiges Tempolimit nach sich zog. Zunächst waren maximal 50 km/h erlaubt, später 80, inzwischen sind auf dem Asphaltband teilweise sogar 100 erlaubt, die Markierungen aber gibt es immer noch nicht. „Es lohnt sich einfach nicht, solch aufwendige Arbeiten vorzunehmen, wenn die Fahrbahndecke in naher Zukunft ohnehin erneuert werden soll“, sagt Roos.

Im Streit mit der Baufirma sieht er aber inzwischen ein Licht am Horizont. „In der Woche hat es weitere Verhandlungen gegeben.“ Wann diese zum Ergebnis führen, könne er allerdings nicht voraussagen, erklärt Roos. Nur so viel ist sicher: „Wegen der feuchten Witterung und den niedrigen Temperaturen, die wir erwarten, wird sich vor dem nächsten April kaum etwas tun.“ Das hält der Leiter des Landesbetriebs allerdings auch für zumutbar: „Es handelt sich um eine kurvige und bewaldete Strecke – da kann man ohnehin nicht besonders schnell fahren.“

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erstellt am 16.Okt.2016 | 08:22 Uhr

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