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Schleswiger Nachrichten

08. Dezember 2016 | 13:05 Uhr

Süderbrarup : Schul-Neubau wird größer und teurer

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Die Kosten für die neue Süderbraruper Grundschule steigen um 1,44 Millionen Euro.

Die neue Grundschule des Amtes Süderbrarup wird größer und teurer als bisher angenommen. Eine entsprechende Empfehlung gaben der Schul- und Jugendausschuss sowie der Finanzausschuss im Rahmen einer gemeinsamen Sitzung für den Amtsausschuss ab. Dieser wird in der nächsten Woche abschließend über den Bau- und Kostenrahmen des Projektes entscheiden.

Grund für die gestiegenen Baukosten seien die zusätzliche Einrichtung eines DaZ-Zentrums (Deutsch als Zweitsprache) sowie einer Inklusionsklasse (InGe). Diese Baumaßnahmen machen die Erweiterung der Fläche um 500 Quadratmeter sowie die Erhöhung der Anzahl von Klassenräumen auf 15 notwendig.

Die geschätzten Kosten des Schulneubaus werden deshalb den Anfangsschätzwert von sechs Millionen Euro deutlich überschreiten. Bereits durch den Immobilienkauf für die Umfahrt und die Entschädigung der Kleingärtner waren zusätzliche Kosten entstanden (wir berichteten). Unter Berücksichtigung der jetzt geplanten Erweiterung stiegen die Planwerte auf 7,44 Millionen Euro.

Die Mitglieder der Ausschüsse nahmen diese Kostensteigerung relativ entspannt zur Kenntnis. Da die Zinssätze seit Beginn der Planung stetig gesunken sind, wird sich der jährliche Schuldendienst der auf 30 Jahre angelegten Finanzierung im günstigsten Fall nur unwesentlich ändern. Allerdings wurde empfohlen, die Baukostenobergrenze von besagten 7,44 Millionen Euro einzuhalten.

Architekt Matthias Johannsen erläuterte die Änderung, die nicht wie anfangs geplant durch den Bau eines weiteren Schulhauselements gelöst wird, sondern durch eine Verlängerung der Achsen von bereits bestehenden Häusern. Dadurch erhält man drei miteinander verbundene „Kleinschulen“, in denen jeweils alle Jahrgänge vertreten sind. Durch Schließen einer Tür entsteht ein von den Klassenräumen abgeschotteter großer Veranstaltungsraum. Eine architektonische Herausforderung ist der Höhenunterschied von 1,50 Meter innerhalb des Schulgebäudes, der behindertengerecht aufgefangen wird.

Maren Strassenburg, Schulleiterin der Norderbraruper Grundschule, erläuterte, wie man die Vorteile der kleinen Schule in das große System übernehmen wird. Dazu will man den Klassenräumen die Namen von Amtsgemeinden geben und das System des „Jeder kennt jeden“ beibehalten. Auch Elternsprecherin Christina Köppen stimmte dem Konzept zu. „Die Kinder dürfen in so einem System nicht verloren gehen“, meinte sie. Wolfgang Schäfing wiederum, Leiter der Grundschulen Steinfeld und Süderbrarup, betonte die Vorteile der neuen, großen Schule. „Wir können in diesem großen System alle Fächer abdecken und haben es bei Vertretungen einfacher“, erklärte er.

Am Ende empfahl der Schulausschuss die Erweiterung des Neubaus bei einer Gegenstimme. Zudem beschloss er, ab 1. Februar eine DaZ-Klasse an der Brarup-Schule von Süderbrarup einzuführen. Man geht von einer Klassenstärke von 25 Schülern aus. Bisher fand dieser Unterricht in Kappeln statt. Darin erhalten Grundschüler in den ersten zwei Schulstunden separat Deutschunterricht. Danach nehmen sie am normalen Unterricht teil – auch wenn sie diesem noch nicht vollständig folgen können.

Im Finanzausschuss wurden verschiedene Finanzierungsmodelle diskutiert, bei denen sich niedrige Zinsen bei kurzer Zinsbindung oder höhere Zinsen bei 30-jähriger Laufzeit gegenüberstanden. Man will jetzt erneut Angebote der Banken abwarten, bevor man über das Thema endgültig entscheidet.





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