zur Navigation springen

Schleswiger Nachrichten

28. September 2016 | 13:56 Uhr

Mühle „Nicola“ in Schleswig : Schon mehr als zwei Tonnen Mehl

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Seit dem vergangenen Frühjahr ist die Mühle „Nicola“ auf der Freiheit in Betrieb. Erbauer Arnd Jansohn setzt weiter auf Direktvermarktung.

„Ich bekomme immer noch jedes Mal eine Gänsehaut, wenn sich das Mahlwerk in Ganz setzt“, sagt Arnd Jansohn. Seit dem vergangenen Frühjahr betreibt der Bauunternehmer auf der Freiheit die Mühle „Nicola“ am Ufer der Schlei. Mehr als 2200 Kilogramm Bio-Vollkornmehl hat er seitdem gemahlen. Im vergangenen Sommer konnte er an den Wochenenden insgesamt 2464 Besucher begrüßen und außerdem 22 Gruppen durch das Bauwerk führen. „Viele Besucher sind immer noch überrascht, wenn sie erfahren, dass diese Mühle tatsächlich in Betrieb ist und wir hier Mehl mahlen“, sagt Jansohn.

Inzwischen ist es aber schon wieder einige Wochen her, dass sich die markanten Aluminiumflügel in Bewegung setzten. Zwar hat Jansohn noch reichlich Säcke voll mit Getreide, die er von einem Bio-Großhändler in Neumünster bezieht, und auch der Wind weht kräftig, aber im Winter fehlt die Nachfrage. Das gehaltvolle Nicola-Mehl kann man nur direkt in der Mühle kaufen. Während der Besichtigungszeiten immer sonntags von Juni bis September lief das Geschäft blendend. „Aber dass wir auch jetzt an jedem Sonnabend von 11 bis 12 Uhr für den Verkauf geöffnet haben, das hat sich noch nicht richtig rumgesprochen“, meint Jansohn. Das Mehl über die Supermärkte in der Region zu vertreiben, das kommt für ihn nicht in Frage. „Das wäre mir zu gewerbsmäßig“, sagt er. Allenfalls über einen Stand auf dem Wochenmarkt denkt er nach. Am liebsten aber wäre es ihm, wenn die Käufer weiterhin direkt zur Mühle fahren. „Wer das Mehl einmal probiert hat, der kommt wieder“, ist seine Erfahrung. Die meisten Kunden backen Brot, aber auch Kuchen, Pfannkuchen, Pizza und Nudeln sind schon aus dem Vollkorn-Weizenmehl hergestellt worden.

Jansohn hat die Mühle mit seinem Privatkapital aufgebaut und danach in eine Stiftung überführt. „Ich mache das alles rein ehrenamtlich“, betont er. Unterstützung bekommt Jansohn inzwischen von sechs rüstigen Ruheständlern aus der vom Land geförderten Initiative „Senior-Trainer“, die die Besucher durch die Mühle führen. „Viele Gäste wären natürlich gern dabei, wenn der Mahlvorgang läuft“, weiß Jansohn. Doch das lässt er nicht zu. „Es wäre viel zu gefährlich.“

zur Startseite

von
erstellt am 02.Feb.2016 | 07:41 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen