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Schleswiger Nachrichten

03. Dezember 2016 | 18:50 Uhr

Kropp : „Schmetterlinge“ ziehen in die Kita ein

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Nach fünfmonatiger Bauzeit ist der dritte Raum am Kindergarten in Neuberend fertig.

Wie in Schaalby hat auch in Neuberend das Exil ein Ende: Alle Gruppen der Marienkindertagesstätte befinden sich wieder unter einem Dach. Nach dem Spatenstich im letzten Dezember ist der Anbau mit einem dritten Gruppenraum nach einer Bauzeit von fünf Monaten fertig und beherbergt nun die altersgemischte „Schmetterlingsgruppe“. Die 17 Mädchen und Jungen, die übergangsweise in der Turnhalle betreut wurden, zogen mit Sack und Pack im Bollerwagen zurück in ihre Kita.

Eine halbe Stunde bevor Neuberends Bürgermeister Hans-Helmut Guthardt die 40 geladenen Gäste bei der offiziellen Einweihung begrüßte, hatten die Handwerker noch die letzten Arbeiten erledigt. Schon beim Bau der Kita Anfang der 90er-Jahre „war ein möglicher dritter Raum mit eingeplant“, erzählte Guthardt von den Plänen, „die nun verwirklicht wurden“. Er freute sich sichtlich darüber, dass „das Kapitel der räumlichen Einschränkung beendet ist“. Nach den Sommerferien werden 64 Kinder die Kita besuchen, die damit ausgelastet ist. Der Bürgermeister stellte zufrieden fest, dass die Baukosten von 215  000 Euro, die sich die Gemeinden Neuberend und Nübel für ihre gemeinsame Kita teilen, eingehalten und durch das Land mit 119  000 Euro bezuschusst wurden.

Dabei war lange unklar, ob es eine Förderung geben würde. Vor diesem Hintergrund lobte Gerd Nielsen, Leiter des Kindertagesstättenwerks, den Einsatz von Hans-Helmut Guthardt und seinem Nübeler Amtskollegen Jürgen Augustin für ihre Kita: „Sie sind ein tolles Tandem.“ Er sei sich sicher gewesen, „der Anbau kommt – so oder so“. Dennoch schlug er vor, Thesen an die Türen in Kiel und Berlin zu nageln „und zusammen die Kita-Finanzierung zu reformieren“. Das würde er gerne machen, entgegnete Jürgen Augustin.

Der Nübeler Bürgermeister hatte anfangs neben den Finanzen – „wir müssen bezahlbare Kitaplätze haben“ – noch eine ganz andere Sorge: Dass der Anbau einen Turm erhalten könnte. Die bisher drei Spieltürme der Kita würden für den Pastor und die zwei Bürgermeister der Gemeinden stehen, sagte er und fragte scherzhaft: „Wem hätten wir den vierten geben sollen?“ Da habe er ja nochmal Glück gehabt, dass er sich gegen einen weiteren Turm entschieden habe, meinte der zuständige Architekt Peter Paustian.

Nach der Einweihung samt Segnung durch Pastor Lars Aue öffneten sich die Türen zum 90 Quadratmeter großen Anbau für alle Besucher – und die waren voll des Lobes. Der Gruppenraum „ist hell und schön freundlich“, meinte Jennifer Mehlberg, deren Sohn Leon die Schmetterlingsgruppe besucht. Während sich der Vierjährige darauf freut, nun wieder mit seinem Freund Milan aus der Nachbargruppe in der Kita spielen zu können, fand die Mutter die unterschiedlich hohen Waschbecken im Bad toll. Es gebe viel Platz zum Toben, „jetzt muss es nur noch bespielt werden“, meinte Jane Diering, deren Sohn Cord ebenfalls diese Gruppe besucht. Der gleichaltrige Mikkel ließ sich nicht lange bitten und spielte in seinem künftigen Waschraum mit dem Wasserhahn, dass es nur so spritzte. Begeisterung bei Groß und Klein fand auch die Kindertoilette mit Augen und Füßen. Mikkels Mutter Kerstin Hansen gefiel besonders der kleine Nebenraum, „da kann man die jüngeren Kinder von den älteren trennen, wenn sie Ruhe brauchen“.

Auch Kita-Leiterin Andrea Teuscher war total zufrieden und dankbar dafür, dass man nun „tolle neue Räume“ hätte und dass alle Kinder wieder in der Kita unterkommen. Ihr Dank ging auch an die Eltern, die für den Tag der offenen Tür eine Unmenge an Kuchen gebacken hatten. Ein Angebot, das ebenso gut angenommen wurde wie das Kinderschminken und spontane Führungen durch den Anbau.

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erstellt am 22.Jul.2016 | 07:19 Uhr

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