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Schleswiger Nachrichten

06. Dezember 2016 | 11:22 Uhr

Morsches Fachwerk : Schleswiger Teddybärhaus wird geräumt

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Das Ausstellungsgebäude des Stadtmuseums muss aufwändig saniert werden.

Wer in diesem Jahr noch das Teddybärhaus am Stadtmuseum besuchen möchte, muss sich sputen. Denn bereits ab kommendem Montag wird das Gebäude komplett gesperrt – und zwar voraussichtlich mindestens für den Rest des Jahres. Das teilte die Stadt gestern kurzfristig mit.

Grund für diese Maßnahme: Das Fachwerk des aus dem 18. Jahrhundert stammenden Nebenhauses des Günderothschen Hofes, in dem das Stadtmuseum untergebracht ist, ist marode und damit dringend sanierungsbedürftig, wie Rathaussprecherin Antje Wendt erklärt. Deshalb müsse das Gebäude, das seit 2002 als Teil des Museums eine Sammlung historischer Teddybären beherbergt, für mehrere Monate geschlossen werden. Betroffen sind demnach mehrere Balken des Eichenfachwerks sowohl an der Nord- als auch an der Südseite. „Witterungsbedingte Feuchtigkeit und der Zahn der Zeit haben unter anderem auch den Befall mit einer Schwammart und Käfern begünstigt“, sagt Wendt. Das Holz sei daher mit den Jahren stark angegriffen worden und müsse erneuert werden, um die Standsicherheit des Gebäudes wiederherzustellen.

Entdeckt hatten die Schäden die Mitarbeiter des Stadtmuseums. Denen waren mehrere Risse im Fachwerk aufgefallen. Spätestens als man Vögel beobachten konnte, die durch Löcher ein- und ausflogen, war klar, dass gehandelt werden musste. Die Stadt beauftragte deshalb Spezialisten, die das Fachwerk nun kürzlich genau unter die Lupe nahmen und ein Gesamtschadensbild erstellt haben. Ergebnis: Zahlreiche Balken müssen komplett ausgetauscht werden – und zwar bald.

Dafür müssen ganze Teile der Fassade herausgenommen werden. Was wiederum zur Folge hat, dass sämtliche Teddybären sorgfältig in Kisten und Kartons verpackt und danach eingelagert werden müssen, damit die Ausstellungsstücke die Zwangspause unbeschadet überstehen. Für die Einlagerung wird das benachbarte Schleswig-Holsteinische Landesarchiv die benötigten Räumlichkeiten zur Verfügung stellen. Bis auf weiteres sind die Teddybären also letztmalig noch heute und morgen für Besucher zu sehen.

Die weiteren Ausstellungsbereiche des Stadtmuseums sind von der Schließung nicht betroffen. Auch der Betrieb des Cafés, das ebenfalls in dem Fachwerkhaus untergebracht ist, soll laut Wendt weiterhin sichergestellt bleiben. Da die Schließung des Hauses jedoch sehr kurzfristig beschlossen wurde, suche man zurzeit noch nach einem alternativen Standort auf dem Museumsgelände.


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erstellt am 23.Apr.2016 | 07:03 Uhr

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