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„Willy-Einicke-Haus“ : Schleswiger Husaren ehren ihren Vereinsgründer

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Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Das Musikheim der Schleswiger Husaren im Schubyer Langredder trägt nun den Namen „Willy-Einicke-Haus“.

Die Schleswiger Husaren haben ihrem Vereinsgründer Willy Einicke ein besonderes Denkmal gesetzt: Ihr Vereinsheim trägt jetzt seinen Namen. Ein Großteil der Familie des Geehrten, der 2002 verstarb, war dabei, als jetzt eine Gedenktafel am Eingang des Hauses am Schubyer Langredder angebracht wurde. Es trägt nun den Namen „Willy-Einicke-Haus“.

Der Vorsitzende Sönke Matz erläuterte die Entstehungsgeschichte dieser Würdigung: Die Idee dazu sei dem Vorstand während der Vorbereitungen auf die Feiern zum 50-jährigen Bestehen der Husaren vor zwei Jahren gekommen. Posaunist Eckart Johannsen hatte in mühsamer Kleinarbeit eine umfangreiche Chronik zusammenstellt. „Das eigentlich bekannte, aber nun fest zementierte Ergebnis: Ohne eine willensstarke und idealistische Person wie Willy Einicke hätte es diesen Verein und dieses Musikheim nie gegeben.“

Willy Einicke – im Hauptberuf Polizeimusiker – hatte auf Anregung der drei Schleswiger Schützengilden 1965 innerhalb kürzester Zeit ein junges Blasorchester aufgebaut, um die jährlichen Gildefeste musikalisch begleiten zu können.

Geübt wurde anfangs im heimischen Wohnzimmer oder in der Garage. Einicke chauffierte die Musiker im Ford-Bus persönlich zur Probe und wieder zurück nach Hause. Er war quasi Lehrer, Dirigent und Vorsitzender in Personalunion.

Bereits fünf Jahre später sollten die Schleswiger Husaren – damals hießen sie noch „Jugendmusikkorps Schleswig, ehemalige 16er Husaren“ – die französische Patenstadt Mantes-la-Jolie besuchen. War man bisher in den Uniformen des alten Friedrichsberger Spielmannszuges aufgetreten, so wurden jetzt innerhalb von einer Woche rund 50 neue Uniformen von Hand genäht, den markanten Uniformen der berittenen Husaren nachempfunden, erinnert sich Silke Jähde, eine der vier Töchter von Willy Einicke. Ihr Vater funktionierte dazu sein ganzes Haus in eine Schneiderei um, wo aus schwerem Stoff nicht nur die Uniformen und die Röcke der Mädels, sondern auch die Hüte hergestellt wurden.

Zehn Jahre später setzte Einicke seine Vision vom eigenen Probenraum genauso zielgerichtet in die Tat um und ließ, wieder zum großen Teil in Eigenarbeit, das Musikheim erbauen, das eine Bühne, Ausschankmöglichkeiten, eine Tanzfläche und bis zu 180 Sitzmöglichkeiten bietet. Hier spielt sich auch heute, 42 Jahre später, das Vereinsleben ab. Montags proben zuerst das Nachwuchsorchester und ab 19 Uhr das über 60-köpfige Hauptorchester, die „BläserVielHarmonie“. Derzeit bereiten sich die Musiker auf ihr großes Filmmusikkonzert am Freitag und Sonnabend, 12. und 13. Mai, jeweils um 20 Uhr in der A.P.-Møller-Schule auf der Freiheit vor.

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erstellt am 11.Apr.2017 | 08:48 Uhr

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