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Schleswiger Nachrichten

29. Juli 2016 | 19:49 Uhr

„Unter anderen Umständen“ : Schleswig wird wieder Krimi-Kulisse

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Am Montagabend zeigt das ZDF die neue Folge der Serie. Zudem beginnen in der nächsten Woche die Dreharbeiten für Teil 12.

Fans werden es längst dick in ihren Kalender eingetragen haben: Am Montag zeigt das ZDF um 20.15 Uhr die inzwischen elfte Folge der Krimireihe „Unter anderen Umständen“ mit Natalia Wörner als Kommissarin Jana Winter in der Hauptrolle. Eine weitere übernimmt auch diesmal wieder die Stadt Schleswig. Denn sie ist Hauptdrehort der Serie, die im Jahr 2006 ihre Premiere im Zweiten feierte und seitdem regelmäßig mehr als sechs Millionen Zuschauer vor die Fernsehbildschirme lockt.

Produziert wurde die neue Folge, die den Titel „Das Verbrechen“ trägt, bereits im vergangenen Winter. Wie immer ist die Geschichte dahinter ziemlich düster. Unter anderem wurde am Schleiufer auf der Freiheit gedreht (wir berichteten). Dort wurde laut Drehbuch die Leiche einer Schülerin gefunden. Ein weiteres Mädchen wird vermisst. Die Spur führt die Ermittler in ein Internat auf der dänischen Insel Fejø. Tatsächlich gefilmt wurde allerdings zum Großteil nur einen Steinwurf von der Freiheit entfernt – am und im Internat Louisenlund.

Neben Natalia Wörner ist unter anderem wieder Martin Brambach dabei. Jimi Blue Ochsenknecht ist in einer Nebenrolle zu sehen. Ralph Herforth spielt erneut Kommissar Mathias Hamm – allerdings zum vorletzten Mal. In der nächsten, dann zwölften Folge, wird der Schauspieler letztmalig in diese Rolle schlüpfen, wie Dagmar Landgrebe von der Produktionsfirma Network Movie auf SN-Nachfrage verrät. Bereits im vergangenen Jahr hatte Herforth in der NDR-Talkshow seinen Ausstieg aus der Serie angekündigt. Nun wird dieser erzählt. „Der Ermittler wechselt den Job in Richtung Auslandseinsatz in Afghanistan“, sagt Landgrebe.

Das passiert in der Folge „Auge um Auge“, die bereits ab der kommenden Woche in Schleswig und Hamburg gedreht wird. Von Donnerstag bis Sonnabend wird das rund 40-köpfige Fernsehteam seine Zelte an der Schlei aufschlagen. Wie bereits in den vergangenen Jahren wird man dann im Hotel „Waldschlösschen“ Quartier beziehen. Gedreht wird unter anderem am Stadthafen, im Lollfuß, an der Flensburger Straße, an der Schleistraße, in Haithabu und an der Kirchenkreisverwaltung am Dom, deren Gebäude erneut als Kulisse für das Polizeipräsidium dient.

Wann und wo genau das Filmteam aufschlägt, wollte Landgrebe zwar nicht verraten. Zumindest aber ließ sie sich einige Aussagen zum Drehbuch entlocken. So gerate Jana Winter in der zwölften Episode selbst unter Mordverdacht. Ein entlassener Häftling behauptet, dass die Kommissarin seine Frau und Tochter erschossen habe – und tatsächlich deuten einige Spuren darauf hin. Es werden deshalb interne Ermittlungen eingeleitet und Winter landet sogar in Untersuchungshaft. „Ich denke, das ist wieder eine sehr spannende Geschichte“, sagt Landgrebe, die zudem eine gute Nachricht für alle Fans der Serie hat: Demnach plane das ZDF, die Reihe weiter fortzuführen. Denn deren Machart, die stark an skandinavische Krimis erinnere, komme bei Publikum sehr gut an. So hätte der bislang letzte Fall („Das verschwundene Kind“), der am 13. April 2015 im ZDF gezeigt wurde, eine hervorragende Quote von 6,62 Millionen Zuschauern gehabt.

Ein entscheidender Erfolgsgarant ist laut Landgrebe dabei auch die Stadt Schleswig als Drehort. Zahlreiche interessante Gebäude, dazu viel Natur und Wasser – „die norddeutsche Landschaft mit der Schlei hat für Krimis besonders im Winter ihren Reiz“. Das wiederum weiß auch Kirsten Schultz von der Agentur Komparsenfischer. „Ich freue mich, dass es jetzt wieder losgeht. Das wird ein Wiedersehen mit vielen, inzwischen guten Bekannten.“ Wie bereits in den Vorjahren sucht sie auch diesmal wieder einige Komparsen, die Teil des Films werden möchten – unter anderem einen Postboten („am liebsten mit eigener Dienstuniform“) und eine Frau, die Motorrad fahren kann (Körpergröße ca. 1,75 Meter, dunkle Haare, Konfektionsgröße 38). Kontakt: Tel. 04621/382 800.

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erstellt am 12.Feb.2016 | 12:00 Uhr

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