zur Navigation springen

Schleswiger Nachrichten

11. Dezember 2016 | 15:00 Uhr

Handy-Spiel : Schleswig im Pokémon-Fieber

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Für das beliebte Smartphone-Suchspiel „Pokémon Go“ laufen Mitspieler kilometerweit durch die Stadt.

Pokémon Go ist gerade das beliebteste Spiel für Smartphone-Nutzer – auch in Schleswig. Das Besondere ist, dass es in jeder Stadt Plätze gibt, an denen man gegen oder mit anderen Spielern kämpft oder sich zusätzliche Objekte kauft, um dabei besser oder schneller voranzukommen. Hier befinden sie sich etwa am Dom, am Wikingturm oder auf Schloss Gottorf. So macht der Schleswiger Philipp Jacobsen (20) bei Pokémon Go mit, seit das Spiel Mitte Juli in Deutschland an den Start gegangen ist. Er und seine Mitspieler sind bereits im Pokémon-Fieber. Und während die Mädchen im Freundeskreis zunächst skeptisch dem Spiel gegenüber standen, spielen sie jetzt ebenso gern mit. „Ich spiele fast jeden Tag über mehrere Stunden, sogar nachts“, sagt Philipp Jacobsen. Am liebsten gehe er zusammen mit Freunden auf die Pokémon-Suche, da es mehr Spaß bringe.

Seit dem Start des Spiels ist Philipp schon 130 Kilometer gelaufen, da man für manche Pokémon bis zu zehn Kilometer zurücklegen muss. „Ich habe dadurch schon viele Ecken von Schleswig gesehen, an denen ich vorher noch nie war. Meine Mutter ist ganz froh, dass ich nun auch mal an der frischen Luft bin und nicht nur am Computer sitze.“ Auch sei es spannend, meint er, die anderen Spieler zu beobachten.

Ein besonders beliebter Anlaufpunkt für die Spieler sei der Ruderclub der Domschule. Dort befindet sich ein so genannter Poké-Stop, an dem man diverse Sachen kaufen oder Pokémon fangen kann. Poké-Stops sind besondere Orte in einer Stadt, wie Denkmäler und Sehenswürdigkeiten. In Schleswig gibt es diese zum Beispiel auch am Hafen, in der Ladenstraße oder bei der Statue („Liegende“) beim Patio. Weitere Poké-Stops gibt es auf dem Domfriedhof im Kattenhunder Weg. Das sieht Philipp Jacobsen allerdings kritisch, denn es gebe genug andere Orte: „Ein Friedhof ist kein geeigneter Ort für das Spiel.“

Pokémon Go hat sich also auch in Schleswig zu einem Hit entwickelt. Mehrere hundert Spieler allein in Schleswig sind fasziniert von der Möglichkeit, in der eigenen Stadt an dem Suchspiel teilzunehmen. Dabei lädt man sich das Spiel als App auf sein Smartphone herunter, erstellt sich eine eigene Figur – und dann geht es los mit der Jagd auf die Pokémon. Mit Hilfe von GPS erkennt das Spiel, wo man sich gerade befindet. Es zeigt eine animierte Karte auf dem Display an, die auf den Karten von Google Maps basiert. Dort tauchen die Pokémon auf, die virtuell gefangen werden.

Das Ziel des Spiels ist es, möglichst alle Pokémon zu fangen. Dann kann der Spieler diese sogar trainieren, damit sie stärker werden. Ein wirkliches Spielende ist bei Pokémon Go nicht vorgesehen.

zur Startseite

von
erstellt am 09.Aug.2016 | 12:52 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen