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Schleswiger Nachrichten

28. Juli 2014 | 22:30 Uhr

Rohr angebohrt - Kropp ohne Wasser

vom

Bei Arbeiten in Dörpstedt wurde gestern eine zentrale Versorgungsleitung beschädigt / Mehrere Gemeinde betroffen

Dörpstedt/Kropp | Bei Michael Fugmann von der Bauabteilung der Gemeinde Kropp klingelten gestern Morgen erst die Telefone und gleich darauf die Alarmglocken: Kropper Bürger aus den südlichen Wohngebieten der Gemeinde vermissten beim morgendlichen Aufdrehen ihrer Wasserhähne das lebensnotwendige Nass. Der Grund: Bei Verlegearbeiten einer Wärmeleitung für eine Biogasanlage in der Gemeinde Dörpstedt hatte die mit den Arbeiten betraute Baufirma gestern Morgen gegen 8.30 Uhr versehentlich eine Frischwasser-Versorgungsleitung angebohrt. In einer riesigen Fontäne schoss das Wasser aus dem Rohr und setzte die Dorfstraße in Dörpstedt und das anliegende Land unter Wasser. Die L 188 von Dörpstedt nach Börm wurde gesperrt. Auch in Gemeinden zwischen Kropp und Borgwedel kam es zu Störungen der Wasserversorgung.

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Der darauf schlagartig ansteigende Wasserverbrauch alarmierte sofort die Wasserwerker des zuständigen Wasserverbandes Treene. "Im Nachhinein können wir sogar etwas stolz sein", stellte Hauke Thiessen, Geschäftsführer des Wasserverbandes, fest. "Denn innerhalb von nur dreißig Minuten hatten wir den Durchfluss an der Schadensstelle gesperrt, und bereits nach einer Stunde konnten die betroffenen Verbraucher in Kropp über eine Ringleitung aus Schuby wieder mit Wasser versorgt werden." Auch die Wasserversorgung für die Orte östlich von Kropp bis Borgwedel konnte über Nebenleitungen rasch wiederhergestellt werden. Allein die etwa 530 Einwohner der Gemeinde Dörpstedt mussten gestern noch bis in den späteren Nachmittag auf Wasser aus der Leitung verzichten.

Zwar hatte nach Auskunft von Hauke Thiessen das Bauunternehmen Lagepläne der Wasserleitung beim Wasserverband angefordert, bei den Bauarbeiten vor Ort habe aber ein Tiefenmeßgerät nicht richtig funktioniert. So kam es gestern zu dem "Volltreffer" mitten in das unter Druck stehende Rohr.

Sorgen bereitete den Fachleuten vor Ort ein unmittelbar neben der Schadensstelle stehender Transformator, der vor einem möglichen Abrutschen in die rund 2,50 Meter tiefe Baugrube gesichert werden musste. Zirka 50 Kubikmeter Sand wurden durch das Wasser auf die Straße gespült. Für die Reparatur musste die Unglücksstelle zunächst trockengelegt und die Stromversorgung abgeschaltet werden, erst dann konnte ein zirka fünf Meter langes Rohrstück eingesetzt werden. Die Kosten für die notwendigen Reparaturarbeiten dürften im fünfstelligen Bereich liegen.

von dun/vos
erstellt am 03.Mrz.2012 | 04:11 Uhr

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