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Schleswiger Nachrichten

06. Dezember 2016 | 13:08 Uhr

Galerie Nr.10 in Ulsnis : Rita Krügel hängt Kunst an den Nagel

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

In der Ulsnisser Galerie von Rita Krügel ist an diesem Wochenende Ausverkauf.

„Die Gespräche mit meinen Künstlern und meine Messebesuche, unter anderem in Paris“ – das werde sie am meisten vermissen, sagt Rita Krügel. Die 63-Jährige gibt nach insgesamt zwölf Jahren, davon knapp acht in Ulsnis, ihre Tätigkeit als Galeristin auf. Am Wochenende öffnet sie die Pforten ihrer Galerie Nr. 10 in Ulsnis ein letztes Mal. Dann ist Schluss. „Ich hänge die Kunst an den Nagel“, erklärt Krügel in ihrer Abschiedseinladung.

Vor über einem Jahrzehnt zog es die gebürtige Oberfränkin und ihren gerade frisch pensionierten Ehemann, der das Segeln liebt, ans Meer. Das Paar zog nach Flensburg, wo Krügel, gelernte Innenarchitektin, zunächst am Ballastkai die „Galerie am Hafen“ (2005 bis 2008) eröffnete.

Als ihre Tochter Sabine Putbrese, selbst eine ausgebildete Glas- und Keramikkünstlerin, und ihr Schwiegersohn vor ein paar Jahren in Ulsnis sesshaft wurden, zog es auch Krügel mit ihrer Kunst aus der Großstadt in das kleine Dorf an der Schlei auf den Pubresehof. In einem früheren Pferdestall eröffnete sie auf zwei Etagen die Galerie Nr. 10.

Mit dem Ausstellungsort wechselten auch Inventar und Konzept. In Flensburg habe sie reine Kunst ausgestellt – Bilder und Objekte – und mehrere Male im Jahr das Angebot komplett gewechselt. In Ulsnis wurden auch Geschenke und Kleinmöbel mit ins Sortiment aufgenommen, denn „hier habe ich gemerkt, dass die Touristen, die in die Galerie kamen, auch mehr Schnickschnack haben wollten“, sagt Krügel, die Schreibtische und Podeste für die Galerieräume selbst anfertigte. In Ulsnis hatte unter dem neuen Konzept „Kunst und Wohnen“ in den letzten drei Jahren auch Gabriele Wabnik einen eigenen Bereich. Sie wird Stoffe und Farben nun von zu Hause aus vertreiben (Tel. 04641/9861717).

„Ich möchte die wunderschöne Landschaft Angelns auch einmal im Sommer am Wochenende erleben“, sagt Krügel. Sie wolle nicht mehr jedes Wochenende in der Galerie auf Kunden vorbereitet sein. Deshalb schließe sie nun.

Was mit den Räumen der Galerie geschieht, lieg nun in den Händen ihrer Tochter. Ihr gehören die Räume der Galerie auf dem Hof, auf dem sie wohnt und ihre Glasbläserwerkstatt gemeinsam mit ihrem Mann betreibt. Auch der Heuboden bleibt als Ausstellungs- und Veranstaltungsraum weiter aktiv. Rita Krügel selbst will sich mit ihren 63 Jahren auch noch längst nicht vollständig aufs Altenteil zurückziehen, sondern punktuell künstlerische Aktionen unterstützen.

Letzte Möglichkeit, die Galerie Nr. 10 auf dem Putbresehof zu besuchen, ist heute von 14 bis 18 Uhr und an diesem Wochenende jeweils von 11 bis 17 Uhr. An diesen Tagen findet ein totaler Ausverkauf aller Waren und Warenträger statt. Bilder, Kleinmöbel, Schmuck und Geschenke sind bis zu 50 Prozent reduziert, darunter beispielsweise Blumenbilder von Edgar Meier aus Schnarup-Thumby, aber auch das letzte Metallbild aus einer Serie, die in Kalifornien angefertigt wurde.



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