zur Navigation springen

Schleswiger Nachrichten

06. Dezember 2016 | 22:59 Uhr

Luisenbad : Retter packen ein und ziehen Bilanz

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Ende der Badesaison im Luisenbad: DLRG-Schwimmer leisteten 2460 Wachstunden und rückten zu zwei Ernstfällen aus.

Der Sommer ist noch einmal zurückgekehrt. Für die DLRG ist die offizielle Badesaison im Luisenbad dennoch beendet. Die Rettungsschwimmer haben ihre Sachen zusammengepackt und ziehen Bilanz – die trotz eines regenreichen Sommers positiv ausfällt. „Sobald die Sonne herauskam, füllte sich das Luisenbad immer schnell“, erklärt der Schleswiger DLRG-Vorsitzende Michael Wriedt.

Seine Leute waren vom 1. Juni bis zum 31. August bei jedem Wetter vor Ort. In den Ferien von 10 bis 18 Uhr, außerhalb der Ferien von 14 bis 18 Uhr. In diesem Jahr haben 40 Frauen und Männer insgesamt 2560 Stunden Wache gehalten. Jede Schicht ist mit drei bis fünf Personen besetzt.

„Ich bin sehr stolz auf meine Truppe“, schwärmt Saimen Knuth, der als technischer Leiter fungiert und jeden Einsatz genau dokumentiert hat. „Wir hatten lediglich zwei Rettungseinsätze, bei denen unser Wachpersonal schnell und organisatorisch einwandfrei reagierte.“ In einem Fall wurde ein Mensch vor dem Ertrinken gerettet. Die Rettungsschwimmer waren schnell zur Stelle und riefen Rettungswagen, Feuerwehr und THW. Eine weitere Rettungsaktion ereignete sich, als ein Kind zwischen der Badeinsel und Leiter eingeklemmt war. Die Feuerwehr musste anrücken, um das Kind zu befreien.

Der Alltag ist weit weniger dramatisch. Trotzdem ist viel zu tun. „Insgesamt haben wir 113 Sanitätsfälle betreut. Das sind Kleinigkeiten wie die Herausgabe von Pflastern, Kühlpads oder einfach mal jemanden trösten.“

Die kühle Witterung in diesem Sommer brachte jedoch auch einen Vorteil mit sich: Das altbekannte Zerkarienproblem hielt sich in Grenzen. Die Saugwürmer, die insbesondere bei Kindern einen schmerzhaften Hautausschlag auslösen, treten erst bei Wassertemperaturen von über 20 Grad auf. „Die Badegäste kennen das Spiel schon, und es hielt sich in diesem Jahr wirklich in Grenzen“, sagt Wriedt.

Ausgerechnet am letzten Tag der Saison wurde den Badegästen noch ein Strich durch die Rechnung gemacht. Der Grund war die Blaualgenblüte, die das Wasser grün verfärbte. Die Algen lösen einen unangenehmen Juckreiz aus. Das Kreisgesundheitsamt sprach für diesen Tag ein Badeverbot aus. An mehreren Stellen im Luisenbad gibt es nun Warnhinweise, die sowohl auf die Zerkarien als auch auf die Blaualgen aufmerksam machen.

Für den technischen Leiter und den Vorstand ist die Arbeit mit Saisonende noch nicht getan. „Jetzt wird aufgeräumt und alle Gerätschaften wieder auf Vordermann gebracht“, erklärt Knuth. Michael Wriedt fügt noch ergänzend hinzu, dass die Ausbildung der Rettungsschwimmer auch im Winter weitergehe, die Kurse finden dann in der Schwimmhalle statt. Die Wintermonate werden beim DLRG also ausreichend genutzt, um für den nächsten Sommer gewappnet zu sein.

Das sommerliche Wetter in diesen Tagen kann man indes auch jetzt noch für ein Bad in der Schlei nutzen – selbst wenn keine Rettungsschwimmer mehr vor Ort sind. Das Café am Luisenbad hat noch bis Ende September täglich von 11 bis 19 Uhr geöffnet.

zur Startseite

von
erstellt am 08.Sep.2016 | 08:57 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen