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Schleswiger Nachrichten

09. Dezember 2016 | 08:42 Uhr

Süderbrarup : Premiere für die Lkw-Rettungsrampe

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Großübung der Feuerwehren Süderbrarup und Steinfeld sowie des DRK: Eingeklemmte Fahrer müssen befreit werden

Mit großem Aufwand hielt die Freiwillige Feuerwehr Süderbrarup eine Alarmübung im Bereich von Kastanienweg und Birkenweg ab. Das Szenario sah vor, dass ein Güllelaster bei der Durchfahrt durch enge Kurven eines Wohngebietes von einem Pkw übersehen wurde. Im Glauben, Vorfahrt zu haben, fuhr danach ein weiterer Pkw in die Unfallstelle. Alle drei Fahrer waren eingeklemmt. Akute Feuergefahr bestand nicht.

Die um 19.15 Uhr alarmierte Freiwillige Feuerwehr Süderbrarup rückte mit drei Fahrzeugen an. Später folgte die nachträglich alarmierte Feuerwehr Steinfeld mit einem weiteren Löschfahrzeug. Beide Mannschaften kümmerten sich primär um die eingeklemmten Fahrer, verlegten aber auch Schläuche, um im Falle einer spontanen Entzündung vorbereitet zu sein. Je ein Team aus Süderbrarup und aus Steinfeld schnitten daraufhin die Wagen auseinander – die einen hydraulisch, die anderen elektrisch. Nach Befreiung der Insassen wurden die Fahrzeuge präventiv unter Wasser gesetzt. Parallel dazu befreite eine dritte Mannschaft den Lkw-Fahrer aus seiner Kabine. Dazu wurde erstmals die Lkw-Rettungsrampe benutzt. Dabei handelt es sich um ein zerlegbares Podest, zu dem Stufen bis in die Höhe des Lkw-Führerstandes führen.

Insgesamt 45 Feuerwehrleute waren an dieser groß angelegten Übung beteiligt. Zusätzlich war das Deutsche Rote Kreuz mit acht Rettungskräften und zwei Fahrzeugen vor Ort. Die zahlreichen Zuschauer konnten das Geschehen bestens beobachten, da die beiden hervorragend ausgerüsteten Feuerwehrfahrzeuge mit ihren Lichtmasten das Geschehen taghell ausleuchteten. Zusätzlich schwebte eine von der Übungsleitung bestellte Drohne über dem Platz, die das Geschehen aufzeichnete.

Übungsleiter Olaf Erichsen, der das Szenario entwickelt hatte und auch die notwendigen Hilfsmaterialen akquirierte, zeigte sich zufrieden mit dem Ablauf der Übung.

Diese war nach nur etwa einer Stunde vollständig beendet. „Wir brauchen solche Übungen, deren Randbedingungen auch im Alltag jederzeit auftreten können“, begründete er den Aufwand an Menschen, Material und Zeit.

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