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Schleswiger Nachrichten

08. Dezember 2016 | 10:54 Uhr

„Mitschnacker“ in Kropp und Schuby : Polizei gibt Kindern Tipps

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Meldungen von fremden Männern, die in Kropp und Schuby Kinder angesprochen haben, sorgen in der Region für Unruhe.

„Mitschnacker“ werden sie genannt, doch sie wollen nicht nur schnacken: Innerhalb von zwei Tagen hat in Kropp und Schuby Anfang dieser Woche jeweils ein Fremder sechs- und siebenjährige Kinder angesprochen und sie aufgefordert, mit ihm mitzugehen. In beiden Fällen war der Täter im Auto unterwegs. Die Kinder haben der Polizei zufolge richtig reagiert und sind weggelaufen.

„Es gibt immer wieder mal solche Situationen“, sagt Ulrik Damnitz von der Polizeidirektion Flensburg. Es sei zwar keine bestimmte Tageszeit oder ein Schwerpunkt bekannt, an dem Jungen und Mädchen angesprochen werden. Die aktuelle Fälle sorgten aber trotzdem für Unruhe. Und jeder, der Kinder hat, könne das nachvollziehen. „Wir nehmen jeden Bericht von den Eltern ernst und gehen dem nach“, versichert er. Meist spiele man die Szene mit den Kindern durch, um zu sehen, ob der Fall plausibel ist.

Damnitz warnt allerdings vor Panikmache und davor, mit Hysterie auf Gerüchte zu reagieren. Denn nicht jeder fremde Mensch habe böse Absichten. Vielmehr rät er Müttern und Vätern, den Nachwuchs auf „Mitschnack“-Situationen vorzubereiten. So empfiehlt Damnitz etwa, die Sprösslinge selbstbewusst zu erziehen, damit sie einem Fremden ohne Angst begegnen. „Die Täter suchen Opfer“, erklärt der Polizist. Mit Sätzen wie „Kommen Sie mir nicht zu nahe!“ oder „Fassen Sie mich nicht an!“ können Schüler „Mitschnacker“ konfrontieren – um kein Opfer zu werden.

Wichtig, so Damnitz, sei auch, auf sich aufmerksam zu machen. So sollten Kinder zu zweit zur Schule gehen. In bedrohlichen Situationen helfe es, zum Beispiel eine „Schutzburg“ aufzusuchen. So nenne sich in Schleswig Läden, die Kindern in kleinen und großen Notfällen Hilfe anbieten. Immer sinnvoll sei es, Lehrer sowie Eltern über mögliche „Mitschnacker“ zu informieren.

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erstellt am 18.Nov.2016 | 14:57 Uhr

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