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Schleswiger Nachrichten

03. Dezember 2016 | 20:49 Uhr

Jübek : Pferdemarkt-Neustart geglückt

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Mit Tieren, Vorführungen, Spielen und Musik lockte die Veranstaltung über Pfingsten tausende Besucher ins Jübeker Stadion. Das neue Konzept ging auf.

Hobbymarkt, Pferde-Show, Karussellfahren und Tanzen im Festzelt: Der 27. Pferdemarkt im Jübeker Stadion hatte fast schon Volksfestcharakter. Zu der Neuauflage der Veranstaltung, die letztes Jahr aus finanziellen Gründen ausgefallen war, seien mehrere tausend Besucher gekommen, meinte Veranstalter Wilfried Bossen vom Flensburger Musikservice. Genau festlegen wollte er sich gestern noch nicht: „Das ist immer schwer zu schätzen.“ Eines konnte er aber schon sagen: „Wir sind heute sehr zufrieden und auch froh, dass die Leute den Eintrittspreis von drei Euro akzeptieren.“ Dafür hätten sie dann – anders als früher – auf Parkgebühren verzichtet. Das neue Konzept sah zudem vor, das Programm zu entzerren: Am Sonnabend gab es Disco, am Sonntag folgte der normale Flohmarkt und gestern war dann Pferdemarkt. Und den wolle man im nächsten Jahr erneut anbieten.

Laut Veranstalterangaben rund 140 Pferde und Ponys seien zum Kauf angeboten worden. Vom kleinen Shetland-Pony über Fjordpferde mit Stehmähne bis zum Turnierpferd gab es ein breites Angebot. Die Tiere standen nebeneinander locker angebunden auf dem Rasen und nahmen den Trubel erstaunlich gelassen. Was den Pferdemarkt angehe, hätten sie eigentlich nie Beschwerden gehabt, so Bossen: „Wir haben auch Auflagen was Tränken und Futter angeht.“

Solange beides vorhanden sei, sahen die Besucherinnen Lea Hansen aus Norderstapel und Carmen Koltermann aus Erfde kein Problem im Pferdemarkt. Zudem standen die Tiere „in einem gesonderten Bereich“ und nicht zwischen Karussells und Hüpfburg, stellten sie zufrieden fest. Ein Pferd kaufen wollten die 16-Jährigen nicht, „nur gucken und Pferdezubehör kaufen“.

Lena Martensen aus der Nähe von Leck war angereist, um Freunde beim Ponykauf zu beraten. „Ich würde mir auf keinen Fall hier ein Pferd kaufen. Da weiß man nicht, was man kriegt“, betonte sie. Schließlich sei eine Untersuchung von einem Tierarzt nicht vorgesehen. Auch Probereiten war nicht möglich – aus Versicherungsgründen. Generell sei sie nicht so für Pferdemärkte und wolle nur kurz gucken und etwas essen.

Am anderen Ende des Stadions zeigten zahlreiche Pferde und Reiter ihr Können. Die Amazonen des Pferdestunt-Teams „Comanches“ bewiesen im vollen Galopp ihren geschickten Umgang mit Pfeil und Bogen und ritten einfach mal freihändig. Die fünf Reiterinnen des Sieverstedter Reitvereins waren ebenso temporeich unterwegs, als sie die „Mounted Games“ vorstellten. Die „Berittenen Spiele“ sind ein Mannschaftssport, mit dem sich ursprünglich englische Reitersoldaten in Indien fit hielten. In Jübek zeigten die Reiterinnen eine Auswahl aus 26 Spielen, bei denen sie im Slalom ritten, im Galopp Socken in Eimer warfen oder Fahnen in Pylonen stecken mussten. Allerdings „ist hier das Tempo auf Sparflamme“, betonte Sprecherin Anna Engel, für mehr sei der Platz zu klein.

Raum genug für ein Dutzend Haflinger war jedoch. Die Züchtergemeinschaft Schleswig-Holstein und Hamburg stellte die Vielseitigkeit ihrer Ponys vor: unter dem Sattel, vor der Kutsche oder mit Fohlen an der Hand.

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erstellt am 17.Mai.2016 | 14:00 Uhr

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