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Schleswiger Nachrichten

03. Dezember 2016 | 16:46 Uhr

„Heim und garten“-Messe in Klappschau : Pferde, Händler und ein Richtspruch

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

10 000 Besucher und 135 Aussteller bei Heim-und-Garten-Messe in Klappschau. Gleichzeitig wurde das Richtfest im neuen Hauptgebäude gefeiert.

Pünktlich zur Eröffnung der Frühjahrsmesse „Heim und Garten“ in der Wohnanlage Klappschau, die neuerdings offiziell „Levslund“ heißt, blickte die Sonne zwischen den Wolken hervor. Der Regen wurde wärmer, und am Nachmittag verschwand er schließlich ganz. Sehr zur Freude der rund 10  000 Besucher sowie der 135 Aussteller, die beim Aufbau der Zelte und Pavillons mehr als nur nasse Füße bekamen. Nach dem nass-kalten Aprilwetter mit Schnee- und Hagelschauern waren die Wiesen so aufgeweicht, dass sie so manchem Autofahrer, der hier parken wollte, zum Verhängnis wurde. Immer wieder musste „Levslund“-Agrartechniker Enik-Stefan Krahnenburg mit dem Trecker anrücken. 70 Kubikmeter Holzhackschnitzel verteilte er auf den Zufahrten zum Parkplatz.

Zum anfänglichen Wetter passte auch das maritime Flair, das die Fahrdorfer Shanty-Sänger auf der Eröffnungsfeier am Sonnabendvormittag verbreiteten. „Auch die Pferde sehen so langsam wie Seepferdchen aus“, scherzte Gastgeber Arne Hansen. Sein Dank galt vor allem Organisatorin Irmi Erichsen sowie dem gesamten Mitarbeiter- und Helfer-Team. Lob gab es auch von den Gästen: „Diese Veranstaltung hat ein Alleinstellungsmerkmal in der Schlei-Region. „Diese Messe ist viel mehr als eine Ausstellung. Sie präsentiert eine Leistungsschau des Pferdesports, und das auf höchstem Niveau“, sagte Rolf Ejvind Sörensen, Vizepräsident der Flensburger Industrie- und Handelskammer.

Mit den Besuchern im Schlepptau führte Hansen sogleich zum Richtfest für das dreigeschossige neue Klappschauer Haupthaus, das auf 1900 Quadratmetern Platz für Gemeinschafträume, Praxen, Büros und Wirtschaftsräume bietet.

Auf dem weitläufigen Hofgelände gab es viel zu entdecken. Dazu präsentierte sich der gepflegte Garten und die Blumenbeete des Areals übersät mit Frühlingsblumen. Indes lassen die Blüten der zahlreichen Apfel- und Kirschbäume noch ein paar Tage auf sich warten. Zudem lockten sehenswerte Reit- und Fahrturniere mehrerer Disziplinen sowie Dressur- und Springprüfungen, die vom Reitverein Schuby begleitet wurden. Beim Hindernisfahren bewegten sich mehr als 100 Gespanne im rasanten Tempo über den Parcours. Im Galopp ging es über Stock und Stein. Das Zusammenspiel von Ross und Reiter, Kutschenfahrer und Co-Pilot beeindruckte die Zuschauer, die den Akteuren jede Menge Applaus zollten. Die Kinder und Jugendlichen hatten mit dem Kletterparcours hinauf auf die Strohburg oder der Rollbrett-Fahrt in der „Jump-Box“ viel Spaß. Auch die 20-minütige Schlepptrecker-Rundtouren mit dem Lanz-Alldog-Oldtimer aus dem Jahr 1957, den Agrarstudent Peter von Holtzendorff aus Kiel mit sichtlicher Begeisterung und im Auftrag seines Onkels Arne Hansen lenkte, kamen bestens an.

Nach einem trockenen Sonnabendnachmittag und einem sonnigen zweiten Veranstaltungstag gestern konnten sich die Organisatoren über zahlreiche Besucher freuen. Vor 14 Jahren startete der erste Markt mit 40 Ausstellern. „Der Markt ist in den Jahren immer größer und schöner geworden. Die Besucher- und Ausstellerzahlen danken uns das“, sagte Erichsen. „Die Arbeit wird geteilt, denn das kann gar nicht auf vier Schultern ruhen.“ Da war auch Metallhandwerk-Aussteller Erwin Scheibe aus Malente voll des Lobes: „Der Markt ist sehr gut organisiert und es wird sich bestens um uns Aussteller gekümmert.“

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