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Schleswiger Nachrichten

24. März 2017 | 19:06 Uhr

Handewitt : Pastor Arne Gerundt lernt seine neue Gemeinde kennen

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Von Grundhof auf die Geest: Der neue Seelsorger muss noch herausfinden, wie die Dinge in Handewitt ablaufen.

Der Einführungsgottesdienst war am Sonntag, ein Seniorencafé bereits drei Tage vorher: Die Menschen in der Kirchengemeinde Handewitt lernen ihren neuen Pastor kennen – und er sein neues Betätigungsfeld. Seit wenigen Tagen ist die zweite Pfarrstelle wieder besetzt. Arne Gerundt tritt die Nachfolge von Hans-Jürgen Friedrichsen an, der im Herbst ausgeschieden war. „Ich knüpfe nun Kontakte zu den handelnden Personen und lerne alles kennen“, sagt der Neue. „Im Wesentlichen werde ich mich um die Basisarbeit wie Seelsorge, Seniorenarbeit, Hochzeiten und Beerdigungen kümmern.“

Der 54-Jährige hat das Pastorat in Weding bezogen. Als „etwas chaotisch“ beschreibt er die aktuellen Verhältnisse. „Wir sind noch nicht wirklich angekommen“, sagt er. Neben seiner Ehefrau ziehen auch die vier Kinder im Alter von acht bis 23 Jahren mit ein, wobei die beiden ältesten kurz vor dem Auszug stehen.

Zwei Dekaden lang lebte die Familie in Grundhof. „Wir waren wirklich gerne dort, aber wir hatten das Gefühl, noch einmal etwas verändern zu müssen“, erzählt Arne Gerundt. „Und da bot sich jetzt vielleicht die letzte Chance.“ Im Herbst war die Stelle in Handewitt ausgeschrieben. Bald predigte er vor, sprach mit dem Kirchengemeinderat und vor allem mit dem zukünftigen Kollegen Wolfgang Drews. „Grundhof hat eine Einzelpfarrstelle, ich wollte aber gerne mit einem anderen Pastor zusammenarbeiten“, sagt Arne Gerundt. „Außerdem gefielen mir die Verhältnisse mit Gemeindehaus, dem Team für Jugendarbeit oder einer Organistin.“

Einen Konkurrenten hatte er nicht. Pastoren sind zu einem „knappen Gut“ geworden. Als der Hamburger Mitte der 1980er Jahre sein Theologie-Studium aufnahm, war es noch ganz anders. Damals herrschte eine „Pastorenschwemme“, die Friedensbewegung motivierte viele. Arne Gerundt prägte zusätzlich das fromme Elternhaus. Er studierte in Heidelberg, Basel und schließlich in Kiel. Vor seinem Vikariat in Propsteierhagen und danach musste der Theologe sich in Geduld üben, die ersten fünf Jahre in Grundhof liefen dann über ein „Senior-Junior-Modell“. Ab 2001 war Arne Gerundt der einzige Pastor – bis Mai wird er noch die Grundhofer Konfirmanden begleiten. Zwei Jahrzehnte sind eine lange Zeit. Deshalb brauche die Einstimmung auf Handewitt wohl noch etwas Zeit, meint Gerundt. Noch ertappe er sich bei der Frage: „In Grundhof war es so, aber was ist in Handewitt üblich?“

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erstellt am 06.Mär.2017 | 14:47 Uhr

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