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Schleswiger Nachrichten

03. Dezember 2016 | 12:48 Uhr

A7 bei Schleswig : Parkplatz Lottorf bleibt dicht

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Die Baustelle an der Autobahn 7 wird nicht vor den Sommerferien fertig. Hintergrund ist ein Streit zwischen dem Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr und der Baufirma Schleswiger Asphaltsplitt-Werke (SAW).

Lastwagen- und Autofahrer müssen noch länger auf den Parkplatz Lottorf an der Autobahn 7 verzichten als bisher angenommen. Denn die Rastmöglichkeit an der Strecke Richtung Norden zwischen den Anschlussstellen Owschlag und Schleswig-Jagel wird und wird nicht fertig. Hintergrund ist ein Streit zwischen dem Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr und der Baufirma Schleswiger Asphaltsplitt-Werke (SAW). Zuletzt war die Behörde davon ausgegangen, dass der Parkplatz spätestens innerhalb der kommenden drei Wochen wieder freigegeben werden kann. Dieser Zeitplan wankt nun jedoch gewaltig.

Inzwischen ist das Unternehmen aus der Schleistadt bei einem Zeitverzug von neun Wochen angelangt. Denn für die Bauarbeiten waren ursprünglich sieben Monate angesetzt. Sie begannen am 1. Oktober 2015 und sollten Anfang Mai enden. Doch der Parkplatz ist noch immer abgesperrt, die Arbeiten ruhen. Dabei sieht alles fast fertig aus. Laut Karl-Heinz Roos, dem Leiter der Flensburger Niederlassung des Landesbetriebs, seien Baumängel festgestellt worden, die die Schleswiger Asphaltsplitt-Werke beheben müssen. Es handelt sich den Angaben zufolge um eine nicht ausreichend verdichtete Kiesschicht als Frostschutz unterhalb des bereits gelegten Asphalts. Der muss nun auf etwa 500 Quadratmetern wieder aufgerissen werden.

Eine Antwort auf die Frage, wie das Problem behoben werden soll, bleibt das Schleswiger Unternehmen SAW seit Wochen schuldig. „Es gibt noch immer kein Konzept“, sagte Karl-Heinz Roos auf Nachfrage der Landeszeitung. Auch bei SAW herrscht Schweigen: „Wir geben keine Auskünfte“, hieß es lapidar aus dem Sekretariat des Unternehmens. Dass es die Freigabe dringend benötigter Parkplätze für Lastwagenfahrer, die ihre Ruhezeiten einhalten müssen, verzögert, scheint den Verantwortlichen egal zu sein. Wie lange das noch so weitergehen soll, vermag Roos nicht zu sagen. Vor drei Wochen war er noch optimistisch, den Rastplatz vor den Sommerferien freizugeben. „Das sehe ich inzwischen kritisch“, sagte er jetzt. Es werde noch verhandelt.

Roos sieht keinen Anlass, die Geschwindigkeitsbegrenzung von 80 Kilometern pro Stunde auf der Autobahn neben der Baustelle aufzuheben. „Der Zeitverlust, der Fahrern zwischen Hamburg und Dänemark entsteht, ist nicht von größerer Bedeutung.“ Hintergrund des Tempolimits sei, dass der Standstreifen teilweise gesperrt sei. Das aufzuheben, koste Geld, das niemand bezahlen wolle.

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erstellt am 03.Jul.2016 | 08:10 Uhr

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