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Schleswiger Nachrichten

08. Dezember 2016 | 23:19 Uhr

Schleswig : Nootbaar wird zum Spielzeug-Laden

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Ein Wismarer Geschäftsmann will bereits am 1. Juli in dem ehemaligen Textil-Kaufhaus sein Geschäft eröffnen. Der Abriss des Anbaus hat damit begonnen.

Diese Nachricht dürfte nicht nur die Kinder freuen. Auch zahlreiche Eltern und Großeltern werden aufatmen: Schleswig bekommt wieder ein Spielzeuggeschäft. Schon Anfang Juli soll es eröffnen – und damit gleichzeitig einen der prominentesten Leerstände der Stadt beseitigen. Denn der Laden zieht in das ehemalige Kaufhaus Nootbaar am Kornmarkt.

Erst im vergangenen Dezember hat die markante Immobile, nachdem der Textilwaren-Handel 2008 aufgegeben wurde und das Haus seitdem verlassen war, mit der Immobilienagentur SL-WHV einen neuen Käufer gefunden (wir berichteten). Dessen Geschäftsführer Carsten Schulz hatte daraufhin erklärt, dass es mehrere Interessenten gebe, die die rund 200 Quadratmeter große Verkaufsfläche mieten wollen. Jetzt steht fest, wer das Rennen gemacht hat: Der Wismarer Spielzeughändler Stephan Pfeiffer.

„Wir haben uns bereits seit Jahren nach einem guten Standort für ein zweites Geschäft umgesehen. Wir wollten gerne nach Schleswig-Holstein“, sagt Pfeiffer. Schleswig habe sich dabei schnell als Favorit herauskristallisiert. Unter anderem hätten ihm mehrere Spielwarenvertreter dazu geraten. Spätestens seit „Spiel und Spaß“ Ende 2013 geschlossen hat, fehlt ein Angebot in der Innenstadt. Schleswiger, die Spielzeug nicht im Internet kaufen wollen, müssen seitdem in die Nachbarstädte oder zu Real fahren.

Bereits vor zwei Jahren war Pfeiffer auf die Nootbaar-Immobilie aufmerksam geworden. Damals gehörte sie noch einem großen Immobilienunternehmen. Die Verhandlungen scheiterten „aus verschiedenen Gründen“, wie er sagt. Als das Haus nun den Besitzer wechselte und der Laden noch zu haben war, schaltete sich Stadtmanager Rüdiger Knospe ein. „Ich wusste, dass Herr Pfeiffer nach wie vor auf der Suche war und habe ihn also angerufen.“ Danach ging alles ganz schnell.

Seit 35 Jahren ist der gebürtige Wuppertaler in der Spielzeugbranche tätig. Damals übernahm er von seiner Mutter einen kleinen Laden. Vor 15 Jahren zog er damit in die Hansestadt Wismar um. „Ich wollte ans Wasser.“ Dort hat sich das Geschäft längst etabliert. Nun also will Pfeiffer seinen zweiten Laden eröffnen. „Ich setze auf hohe Qualität, kaufe viele Produkte ,made in Germany‘ Der Holzanteil ist dabei ebenso groß wie der kreative Bereich. Aber natürlich kann man bei uns auch Lego kaufen“, sagt Pfeiffer, der seine Zielgruppe auf Kinder zwischen einem und zehn Jahre eingrenzt.

Hauseigentümer Carsten Schulz macht dem Spielwarenhändler derweil Hoffnung, dass es mit einer Eröffnung am 1. Juli klappen könnte. „Da bin ich sehr optimistisch“, sagt er. Tatsächlich ist ein Flensburger Unternehmen seit Donnerstag bereits dabei, den aus den 1980er-Jahren stammenden Anbau im hinteren Bereich des Gebäudes abzureißen. In etwa 14 Tagen sollen diese Arbeiten beendet sein. Hier sollen im Anschluss Parkplätze entstehen. Das Hauptgebäude zum Stadtweg hingegen bleibt erhalten. „Inzwischen haben wir vom Kreis den Bescheid bekommen, dass es unter Denkmalschutz steht“, sagt Schulz. Das gelte allerdings nur für die Außenfassade, die aber dennoch eine neue Farbe erhalten wird. Innen werden oberhalb des Spielzeugladens zwei, eventuell sogar drei Mietswohnungen ausgebaut. Die erste soll ebenfalls bereits im Sommer bezugsfertig sein.

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erstellt am 13.Feb.2016 | 16:00 Uhr

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