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Schleswiger Nachrichten

09. Dezember 2016 | 08:56 Uhr

Lindaunis : Neue Schleibrücke frühestens 2020

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Die Genehmigung durch das Eisenbahn-Bundesamt für die neue Brücke in Lindaunis lässt weiter auf sich warten.

Der Neubau der Lindaunisser Schleibrücke wird sich offenbar weiter verzögern. Anfang des Jahres hatte die Deutsche Bahn noch öffentlich eine Fertigstellung der neuen Brücke für Ende 2019 anvisiert. Und Ministerpräsident Torsten Albig unterstrich dieses Ziel, als er noch im Juli auf seiner Sommertour in Süderbrarup verkündete, dass die Bahn die Brücke für 2019 bereits fest in den Fahrplan aufgenommen habe. Doch nun kommt von dem Unternehmen selbst die Aussage, dass frühestens im Jahr 2020 Züge über die neue Brücke rollen können.

Die im Jahre 1924 errichtete Lindaunis-Brücke ist eine Roll-/ Klappbrücke über die Schlei. Darüber verläuft die Eisenbahnstrecke Kiel-Flensburg sowie auf gleicher Trasse die Landesstraße 283. Ihrem Alter entsprechend ist die Brücke häufig defekt oder muss gewartet werden. Sie versperrt dann entweder Autos und der Bahn den Weg über die Schlei oder der Schifffahrt den Transfer zwischen Schleswig und Kappeln. Alle Beteiligten sind sich daher einig, dass der Bau einer neuen Querung über die Schlei an dieser Stelle dringend erforderlich ist.

Erste Pläne für diese neue Brücke wurden von Wirtschaftsminister Reinhard Meyer schon vor mehreren Jahren vorgelegt. Die Finanzierung ist geklärt. Doch der endgültige Fertigstellungstermin wird immer wieder verschoben.

In einer aktuellen Auskunft, die das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur der Bundestagsabgeordneten Sabine Sütterlin-Waack gab, heißt es: „Das Bauvorhaben befindet sich momentan in der Phase der Plangenehmigung durch das Eisenbahn-Bundesamt (EBA). Der Beschluss wird Ende 2016 erwartet. Voraussichtlicher Beginn der Bauarbeiten ist Mitte 2017.“ Nach Auskunft des EBA wurde am 19. Dezember 2014 ein Antrag auf Plangenehmigung gestellt. Doch da die bewegliche Konstruktion der Brücke keiner geregelten Bauweise entspricht, fehlten noch unternehmensinterne Genehmigungen der DB Netz AG. Aus diesem Grund konnte seitens des EBA noch keine Plangenehmigung des Verfahrens erfolgen. DB-Pressesprecher Egbert Meyer-Lovis aber widerspricht dem: „Die technischen Unterlagen wurden vollständig beim EBA eingereicht.“ Derzeit liefen intensive Abstimmungsgespräche für das weitere Vorgehen. Der Baubeginn sei derzeit für das Frühjahr 2018 geplant. „Die Inbetriebnahme könnte dann 2020 sein“, so Meyer-Lovis.

Ein früherer Termin sei auch nicht durch eine vorzeitige Aufschüttung von Erde zu erreichen. Ein Erddamm, der dann mindestens ein Jahr lang ruhen muss, um sich zu verdichten, ist der erste Schritt der Arbeiten zum Neubau der Brücke. „Die gesamten Arbeiten erfolgen in parallelen Abläufen. So läuft der Aufbau des Erddammes zeitgleich mit dem Errichten der neuen Pfeiler. Eine Zeitersparnis durch das vorzeitige Aufschütten ist somit nicht gegeben“, erklärte der Bahn-Pressesprecher auf Nachfrage.





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