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Schleswiger Nachrichten

09. Dezember 2016 | 03:06 Uhr

B 76 in Schleswig : Neue Baken für mehr Sicherheit

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Rot-weiße Trenn-Elemente haben den Unfallschwerpunkt auf der B 76 in den vergangenen Jahren entschärft – und werden nun erneut angebracht.

Allein beim Lesen der Statistik bekommt man Gänsehaut: 300 Unfälle in 25 Jahren, dabei zwölf Tote und ein Vielfaches an Verletzten. Die Bundesstraße 76 zwischen Busdorf und der Hasselholmer Brücke war lange Zeit ein Ort des Schreckens. Bis im Jahr 2009 endlich gehandelt wurde. Damals wurde die Doppellinie in der Mitte der vier Spuren mit rot-weißen Minibaken versehen. Eine Maßnahme, die Früchte trug. Seitdem hat es auf dem rund 4,5 Kilometer langen Teilstück kaum noch gekracht. Frontalzusammenstöße, wie es sie früher reihenweise gab, blieben ganz aus. Umso sorgenvoller haben viele Berufspendler, die die Strecke tagtäglich fahren, die aktuellen Bauarbeiten auf der B  76 beäugt. Denn: Es fehlen die kleinen Baken. Und es macht – kurz vor Fertigstellung der Sanierung – den Anschein, dass das auch dauerhaft so bleibt.

„Keine Angst“, betonte gestern jedoch Heiko Tessenow, Bereichsleiter beim Landesbetrieb Straßenbau in Flensburg, auf SN-Nachfrage. Auch künftig werde es in dem Bereich zwischen der Gottorfbrücke und der Ausfahrt Busdorf, ab der die Bundesstraße dann wieder einspurig Richtung Süden verläuft, Minibaken geben. Bis diese installiert werden, kann es allerdings noch einige Wochen dauern. „Komplett fertig sind wir mit der gesamten Baumaßnahme erst Ende November, Anfang Dezember.“ Bis dahin aber sollen nicht nur die senkrecht aufragenden rot-weißen Elemente aufgestellt sein. Hinzu kommen laut Tessenow auch fest installierte Leitwände, die direkt auf der Gottorfbrücke angebracht werden.

Dort wird der Verkehr künftig dauerhaft einspurig verlaufen, um das marode Bauwerk zu schonen und so dessen nur noch begrenzte Lebenszeit so weit wie möglich zu verlängern. Richtung Norden geht es dann bis hinter der ebenfalls altersschwachen Hasselholmer Brücke auf jeweils einer Spur weiter. Und zwar voraussichtlich durchgehend mit Tempo 80. Erst dahinter dürfen Autofahrer wieder etwas stärker aufs Gaspedal treten. Ob, und wenn ja, wann und wie die baufälligen Brücken saniert werden, ist laut Tessenow derweil noch unklar. Zurzeit würden die Bauwerke weiter von Experten untersucht. In diesem Jahr werde man aber noch keine neuen Ergebnisse veröffentlichen können.

Die Gesamtkosten für die aktuellen Straßenbaumaßnahmen, die direkt nach den Sommerferien angefangen hatten, belaufen sich auf rund 1,15 Millionen Euro. Neben den neuen Warnbaken und Leitwänden wurde ein Großteil des Bundesstraßen-Teilstücks mit einer neuen Asphaltschicht ausgestattet.

Das Gleiche gilt für die Radwege, die zwischen Busdorf und der Gottorfbrücke auf beiden Seiten der Straße verlaufen. Besonders auffällig hierbei: Auf dem wegen des unverbauten Schleiblickes insbesondere bei Touristen beliebten Parkplatz unterhalb des Wikingturmes wurde der Radweg mit einem grellen Rotton markiert. In der Vergangenheit war der Fahrstreifen für Radfahrer oft von parkenden Autos blockiert, sodass es immer wieder zu riskanten Ausweichmanövern kam.

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erstellt am 01.Okt.2016 | 13:44 Uhr

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