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Schleswiger Nachrichten

11. Dezember 2016 | 14:53 Uhr

ZDF-Reihe „Unter anderen Umständen“ : Natalia Wörner für schweißtreibende Dreharbeiten in Schleswig

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Natalia Wörner ist zurück in Schleswig - und hat für die 13. Folge der ZDF-Krimireihe mal wieder ein düsteres Dehrbuch im Gepäck.

Auch wenn Natalia Wörner inzwischen seit zehn Jahren regelmäßig in Schleswig für die ZDF-Erfolgsserie „Unter anderen Umständen“ dreht, gab es gestern eine Premiere für sie und ihre Kollegen. „So ein Wetter haben wir hier noch nie erlebt. Normalerweise frieren wir, weil wir sonst eher im Winter drehen. Das ist also eine schöne Ausnahme“, meinte sie und strahlte mit der Sonne fast um die Wette. „Wir genießen dieses Wetter, keine Frage.“

Bereits am frühen Dienstagmorgen waren im hintersten Winkel des ehemaligen Kasernengeländes auf der Freiheit die Dreharbeiten zur inzwischen 13. Folge der Krimireihe gestartet. Arbeitstitel: „Im freien Fall.“ Die Hamburger Produktionsfirma Network Movie war dazu mit einem 40-köpfigen Team nach Schleswig gekommen.

Wörner schwärmt von Schleswig - und dem Wellnessbereich im Hotel

Mit dabei auch alle Stars der Serie: Neben Natalia Wörner sind das in erster Linie Ralph Herforth und Martin Brambach. Letzterer war am Rande des Sets in Plauderlaune: „Am liebsten würden wir alle zusammen in die Schlei springen und uns abkühlen. Aber wir müssen ja arbeiten“, meinte Brambach, während er mit Badelatschen an den Füßen auf seinen nächsten Einsatz vor der Kamera wartete. „Heute Morgen war das Gras vom Tau noch ganz nass, das haben meine Schuhe nicht mitgemacht.“

<p>Wartet darauf, dass seine Lederschuhe trocknen: Martin Brambach.</p>

Wartet darauf, dass seine Lederschuhe trocknen: Martin Brambach.

Foto: Windmann

Und während die Lederschuhe von einer Mitarbeiterin mit einem Fön getrocknet wurden, schwärmte der Schauspieler weiter: „Meistens bin ich bei den Dreharbeiten nur ein oder zwei Tage in Schleswig, diesmal aber sind es vier. Bei diesem Wetter kommen schon richtig Urlaubsgefühle auf. Zumal ich die Stadt wirklich sehr mag – und den Wellnessbereich in unserem Hotel auch.“

Gestern allerdings verbrachten Brambach und Co. bei mehr als 30 Grad die Hälfte des Tages an einem der unattraktivsten Orte Schleswigs. Denn das alte Kasernengebäude im Südosten der Freiheit wirkt alles andere als einladend: kaputte Fensterscheiben, abgerissene Leitungen, eingetretene Türen und Wände voll von Graffiti und Spinnenweben. Was auf Spaziergänger eher abschreckend wirkt, hat für Regisseurin Judith Kennel einen ganz besonderen Reiz. „Das ist ein tolles Motiv. Ich war sofort begeistert, als ich dieses Haus gesehen habe. Es passt perfekt in die Story“, schwärmte die Schweizern, die bereits seit der ersten „Unter anderen Umständen“-Folge auf dem Regiestuhl sitzt.

Ausstrahlungstermin steht noch nicht fest

Im Film wird die Ruine zu einem heruntergekommenen ehemaligen Ruder-Clubheim, in dem sich zwei Männer verstecken, die sich auf der Flucht befinden. Insgesamt scheint sich auch der 13. Schleswig-Krimi wieder durch ein düsteres Drehbuch auszuzeichnen. „Ein Polizist wird bei einer Verkehrskontrolle totgefahren“, verriet Dagmar Landgrebe von Network Movie auf Nachfrage. „Bei der Suche nach dem Täter finden Kommissarin Jana Winter, die von Natalia Wörner gespielt wird, und ihr Team eine weitere Leiche.“

<p>Sitzt die Frisur? Letzte Korrekturen vor der nächsten Aufnahme.</p>

Sitzt die Frisur? Letzte Korrekturen vor der nächsten Aufnahme.

Foto: Windmann
 

Neben dem Kasernengelände dienen diesmal unter anderem auch der Schlei-Segel-Club am Luisenbad und die Team-Tankstelle am Busdorfer Kreisel als Kulisse. Zudem wird die Schleistraße von Freitagabend bis Sonnabendmorgen im Zuge der Dreharbeiten gesperrt. Insgesamt bleibt das Team von gestern bis nächste Woche Dienstag in Schleswig. Allerdings haben die Schauspieler zumindest am Sonntag frei. „Vielleicht schaffe ich es dann einmal, die Gegend mit dem Fahrrad zu erkunden. Das habe ich schon seit Jahren vor“, meinte Natalia Wörner.

Wann der Krimi im ZDF gezeigt wird, ist derweil noch nicht klar. Im Januar 2017 soll erst einmal die zwölfte Folge der Krimireihe, die regelmäßig mehr als sechs Millionen Zuschauer vor die Bildschirme lockt, gezeigt werden. „Tod eines Stalkers“ heißt er. Der Film wurde Anfang dieses Jahres in Schleswig gedreht – also, eigentlich typisch für die Serie, mitten im Winter.

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erstellt am 14.Sep.2016 | 07:44 Uhr

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