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Schleswiger Nachrichten

09. Dezember 2016 | 06:50 Uhr

Schleswig : Nachfrage nach Bauplätzen boomt

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Der dritte Abschnitt am Berender Redder soll bereits im kommenden Frühjahr erschlossen werden. Zwei weitere Wohngebiete in der Stadt sind bereits geplant.

Die Erfolgsgeschichte Berender Redder geht weiter – und zwar in ihr drittes und damit letztes Kapitel. Nachdem das Neubaugebiet 2008 unter dem Titel „Wohnen mit Kindern in der Stadt – Kinder wohnen in der Stadt“ aus der Taufe gehoben wurde, ging es Schlag auf Schlag. 145 Grundstücke gab es im ersten Bauabschnitt, 123 im zweiten. Auf fast allen stehen längst Häuser. Freie Bauplätze gibt es gar nicht mehr, die letzten elf sind reserviert. Wer also zurzeit den Bau der eigenen vier Wände innerhalb der Schleswiger Stadtgrenzen plant, guckt in die Röhre. Allerdings nicht mehr lange. Denn die Erschließung von Bauabschnitt 3 wirft bereits ihre Schatten voraus.

Die Planungen dafür laufen im Rathaus bereits auf Hochtouren. „Wenn alles glatt läuft, könnten im nächsten Frühjahr die Bagger anrollen“, sagt Jan Steingräber, Leiter des Fachdienstes Wirtschaftsförderung und Liegenschaften, auf SN-Nachfrage. Vorher muss die Politik allerdings noch grünes Licht geben für die dafür notwendigen Haushaltsmittel. Angesichts der bemerkenswert positiven Entwicklung, die die ersten beiden Bauabschnitte genommen haben, dürfte dies allerdings nur Formsache sein. Zumal die Nachfrage nach Bauplätzen weiter ungebrochen ist, wie Steingräber erklärt: „Ja, ich bekomme immer wieder Anrufe von Interessenten. Wenn die am Ende alle tatsächlich ein Grundstück nehmen, dann wird es ganz schnell eng im dritten Bauabschnitt.“

Insgesamt werden dort 68 Bauplätze in zwei sogenannten Inseln zur Verfügung stehen. Die beiden Straßen „Frau-Holle-Weg“ und „Sterntalerweg“ werden ringförmig an das nordöstliche Ende des Baugebietes angedockt. Letztendlich wird der Berender Redder dann aus 336 Grundstücken bestehen. „Die Preise für die Flächen werden wieder gleich oder zumindest ähnlich sein wie bei den ersten beiden Abschnitten“, sagt Steingräber. Das bedeutet: Der Quadratmeter kostet, je nach Lage, zwischen 56 und 66 Euro. Es sei von Anfang an die Absicht gewesen, dass sich in dem Baugebiet möglichst viele Familien ein Haus leisten können. Bei dieser Philosophie werde man auch weiterhin bleiben, betont Steingräber, der damit rechnet, dass die Grundstücke ab Sommer 2017 vermarktet werden können.

Wie aber geht es weiter, wenn am Berender Redder kein Platz mehr zur Verfügung steht? Auch darüber macht man sich zurzeit im Rathaus Gedanken. Schließlich hat Schleswig mit Blick auf die Einwohnerzahl stark vom Bauboom im Norden der Stadt profitiert: So wurde im vergangenen Jahr – nach einer langen Periode des Rückgangs – erstmals wieder die 25  000er-Marke geknackt. Das jedoch soll noch lange nicht das Ende der Fahnenstange sein. Und da niedrige Zinsen auch auf lange Sicht bestehen bleiben, kann man davon ausgehen, dass auch in den kommenden Jahren die Nachfrage nach (günstigen) Bauplätzen anhält. „Natürlich schauen wir deshalb, wo weitere Baugebiete innerhalb der Stadt entstehen können“, sagt Steingräber. „Die Leute wollen jetzt bauen – keine Frage.“

Tatsächlich sind diese Überlegungen im Rathaus schon recht weit vorangeschritten. So werden zurzeit gleich zwei neue Baugebiete geplant. Eines davon soll am Kattenhunder Weg entstehen. Zwischen dem Gewerbegebiet Ratsteich und der Oscar-Behrens-Straße steht jetzt noch eine Kleingartenanlage. Im Umfeld der ebenfalls dort geplanten neuen Feuerwache soll künftig aber eine Siedlung mit 65 Baugrundstücken entstehen. Etwa die gleiche Zahl an Bauplätzen soll auf der Kleingartenanlage, die jetzt noch zwischen der Vosskuhl und dem Schützenredder (gegenüber der Anlage von Schleswig 06) liegt, zur Verfügung stehen.

Wann auf den beiden Arealen die Bagger anrücken könnten, dazu macht die Stadt noch keine Angaben. Wenn Bauabschnitt 3 am Berender Redder aber genau so angesagt ist wie seine – deutlich größeren – Vorgänger, dann könnte sich diese Frage viel schneller stellen, als selbst Optimisten noch vor wenigen Jahren vorausgesagt haben.

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erstellt am 16.Sep.2016 | 07:41 Uhr

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