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Schleswiger Nachrichten

11. Dezember 2016 | 09:08 Uhr

Landschaft Angeln : Mitgliederzuwachs beim Heimatverein

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Der Heimatverein der Landschaft Angeln wurde vor fast 90 Jahren gegründet. Das Interesse an seiner Arbeit nimmt zu.

Auf der Herbsttagung des Heimatvereins der Landschaft Angeln warb Mathias Jürgensen, Schriftleiter, vor rund 500 Gästen für das Jahrbuch 2016, das in einer gesonderten Veranstaltung am 12. November vorgestellt wird. Erfreut teilte er mit, dass in Folge der Neugestaltung des Buches vor einem Jahr 84 neue Mitglieder hinzugekommen seien. „Ich hoffe, dass wir den positiven Trend in diesem Jahr fortsetzen können“, sagte er. Der seit 1928 bestehende Verein versteht sich als Gedächtnis der Landschaft Angeln, will aber auch dazu beitragen, die Zukunft zu gestalten.

Über den Inhalt verriet Jürgensen, dass bei der Konzeption des 260 Seiten starken Buches viel Wert auf regionale Ausgewogenheit gelegt worden sei. In diesem Jahr richte sich ein Augenmerk auf „Lusangeln“. Außerdem gehe es um den Baustoff Granit, der in zahlreichen Kirchen Angelns verwendet wurde. Ein weiterer Beitrag befasse sich mit jenem koscheren Restaurant, das es um 1900 in Glücksburg gegeben hatte. In Verbindung damit steht die Geschichte der jüdischen Familie Hirsch und deren Schicksal. In einem weiteren Kapitel geht es um das Künstlerparadies des Malers Erich Heckel in Langballigau.

Mit Blick auf das Jahrbuch für 2017 machte Jürgensen deutlich, dass ihm dafür schon etliche Berichte vorlägen. Was die Veröffentlichung im Jahrbuch betrifft, gelte für ihn als Schriftleiter die Devise, dass Angeln an erster Stelle zu stehen habe, damit ein gut lesbares, interessantes und auch inspirierendes Buch an die Mitglieder abgegeben werden könne.

Jürgen Ostwald aus Kappeln, Kunsthistoriker und Museumsbeauftragter der Fielmann-Stiftung, gab Einblicke in seine Arbeit. Erhalten, bewahren und öffentlich zugänglich machen – so laute die Maxime der Stiftung, betonte er. Davon profitiere auch Angeln, vornehmlich das Landschaftsmuseum in Unewatt. Erklärtes Ziel sei, dort eine fotografische Angeln-Galerie zu schaffen – als Pendant zu den Hinrichsen-Bildern, die unter der Überschrift Heimat stehen. Auch solle das Uhrmacherhandwerk erforscht und durch die Fielmann-Stiftung museal dargestellt werden. Eduard Büll, Vorsitzender des Heimatvereins, appellierte an die Vertrauensleute in den Kirchspielen verfügbare Exponate an Ostwald weiterzuleiten.

Vorgestellt wurde auch noch die Erfolgsgeschichte aus Angeln, die „Cartoons aus Güllerup“. Bei diesem Ort handelt es sich um Dollerup. Dort lebt Zeichner Kim Schmidt, der dort seine Cartoons kreiert. Eduard Büll, ebenfalls Dolleruper, machte klar, dass so manches Ereignis in seinem Heimatdorf sich in den Schmidt-Cartoons wiederfindet.

Schließlich begaben sich Dieter Müller und Matthias Lassen musikalisch auf die Spuren des 1772 in Dollerup geborenen Bauernsohnes Peter Rieffelsen. Der ging nach Kopenhagen und erfand Musikinstrumente. Die beiden Interpreten trugen Lieder vor. Die Herbsttagung endete traditionell mit dem Singen des Schleswig-Holstein-Liedes.

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