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Kreis Schleswig-Flensburg : Mit Volldampf auf Ostereiersuche

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Saisonstart für die Angelner Museumsbahn: 440 Fahrgäste machen Hoffnung auf weiterhin gute Umsätze.

Der vermutlich jüngste Fahrgast bei der traditionellen Osterfahrt der Angelner Dampfeisenbahn war die sechs Wochen alte Frieda Wilmes. Warm ins Schultertuch ihrer Mutter Janina eingehüllt verschlief sie die Fahrt. Ihr Bruder Kalle nahm mehr von der Tour mit. Der Dreijährige ist bekennender Eisenbahnfan. Er bewunderte vor allem Dampflok „Julchen“, die die drei Salonwagen von Kappeln nach Wagersrott zog. Dabei wurde sie von Diesellok „Zuckersusi“ unterstützt, die auf der Hinfahrt die Ostergäste schob.

Für Kalle war es die erste Fahrt unter Dampf. Seine Mutter hat die Reise bereits als Kind mitgemacht. Denn sie stammt aus Fahrtoft. Heute lebt die Familie in Winsen an der Luhe und besucht die Großeltern, bei denen es nach der Fahrt Waffeln gab.

Weniger an der Eisenbahn als am Eiersuchen interessiert waren Lara (6) und Sophia (9) Worgall aus Kappeln. Sie hatten bereits zu Hause Ostereier gesucht und stürzten sich begeistert auf die Wiese vor dem Holländerhof in Wagersrott, auf dem Detlef und Wolfram Schikorr vom Verein der Schienenfreunde 80 hart gekochte Eier und elf Tüten mit Schokoladeneiern versteckt hatten. Die Kinder hatten die Fahrt schon im vergangenen Jahr mitgemacht und waren so begeistert, dass sie es unbedingt wiederholen wollten. Und sie machten wieder „Beute“ – obwohl das Gras sehr hoch war und die Suche wirklich schwierig.

440 Fahrgäste wurden dieses Jahr zu Ostern von der Angelner Dampfeisenbahn befördert. Die ersten Interessenten aus allen Teilen Deutschlands hatten sich schon vor zwei Monaten angemeldet. Die letzten kamen kurz vor der Abfahrt des Zuges und mussten teilweise mit Stehplätzen zufrieden sein.

Geschäftsführer Iver Schiller bedauerte, dass bisher die „Schöne Schwedin“ nicht eingesetzt werden konnte. Denn die große Dampflok, die mit 1000 PS doppelt so viel Kraft aufbringt wie „Julchen“ und „Zuckersusi“ zusammen, muss wegen eines Luftpumpendefekts noch in der Remise bleiben. Aber sie soll noch in diesem Sommer eingesetzt werden. Ansonsten ist Schiller mit dem Bahnverkehr zufrieden. Seine Umsätze sind im vergangenen Jahr um 16 Prozent gestiegen. Und auf der Buchungsliste für dieses Jahr stehen bereits 50 Reisebusse mit 2500 Passagieren, die meist noch weitere Attraktionen in der Region gebucht haben.

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