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Schleswiger Nachrichten

05. Dezember 2016 | 05:28 Uhr

Martin Schwabs aus Schuby : Mit 43 PS über Stock und Stein

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Martin Schwabs nimmt mit seinem Motorrad an der Rennserie „Offroadscramble“ teil.

Es ist laut, staubig und es riecht nach Benzin. Seit drei Jahren fährt Martin Schwabs (39) mit seiner Enduro abseits der Straßen bei sogennannten „Offroadscrambles“, einer Rennserie, mit. Teilnehmer befahren Rennstrecken im gesamten norddeutschen Bereich sowie Dänemark, die zwischen zwölf und 20 Kilometer lang sind und mit verschiedenen Begebenheiten die Hobbyfahrer herausfordern. „Ich bin kein Profi und mache das einfach nur zum Spaß“, sagt Schwabs, der durch seinen Schwager zu dem rasanten Hobby kam.

Neben der tollen Atmosphäre unter Gleichgesinnten sieht der Maschinenbautechniker den Sport als Herausforderung in seiner Freizeit an. „Ein Männersport, bei dem ich mich auspowern kann“, stellt er fest. Dafür fährt Schwabs mit seiner fast 100 Kilo schweren 4-Takt-Maschine über Koppeln, durch tiefen Sand und Matschkuhlen. Treckerreifen, meterhohe Hügel und Rampen gehören als Hindernisse ebenso dazu wie holprige Strecken durch den Wald. „Am meisten merkt man das in den Armen und Beinen“, erzählt der schlanke Schubyer, der auf seiner 43 PS starken KTM SXF 250 ordentlich Kraft zeigen muss. Denn: Jedes Rennen dauert in seiner Klasse zwei Stunden. Danach wird nach Rundenanzahl bewertet und der erreichten Zieleinfahrt. Mit seinem 8. Platz in der Gesamtwertung unter 105 Teilnehmern zu Beginn der Saison war er sehr zufrieden. Bis zu seinem Unfall im Mai. Ein Sturz aus etwa vier Metern kostete ihm neben vielen blauen Flecken und einem Leistenbruch ganze 55 Plätze. „Das werden wohl noch mehr“, bedauert Schwabs die schlechte Saison, die im Oktober endet. Mit Glück kann er bei den letzten beiden Rennen noch mitfahren, um wenigstens einige der Plätze wieder gut zu machen.

Trotz Protektorenhemd, Nackenschutz und Helm ein komisches Gefühl für ihn, denn so harmlos wie es klingt, war der Unfall für den zweifachen Vater nicht. „Ich habe keine Angst, aber ordentlich Respekt“, sagt Schwabs.



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