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Schleswiger Nachrichten

11. Dezember 2016 | 03:16 Uhr

Zwangspause : Missunder Schleifähre wird generalüberholt

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Die Schleifähre Missunde wurde am Dienstag nach Kiel geschleppt. Autofahrer müssen in den nächsten Wochen Umwege in Kauf nehmen.

Die Schleifähre „Missunde II“ ist zu einer mehrwöchigen Generalüberholung in der Lindenauwerft in Kiel. Gestern Morgen um 7.30 Uhr nahm „Anton“, ein 276 Kilowatt starker Schlepper des Ostseedienstes Jaich aus Kappeln, die Fähre an den Haken.

Im starken Nebel schleppte er sie die Schlei hinauf nach Olpenitz. Dort übernahm Hochseeschlepper „Kitzeberg“ die Trosse und brachte die Fähre nach Kiel, wo sie im Laufe des Tages ankam. Die Rückfahrt ist für den 7. November geplant. Ab 8. November steht sie laut Plan wieder für den Autotransport an der Missunder Enge bereit. Da keine Ersatzfähre zur Verfügung steht, müssen Verkehrsteilnehmer die Brücke von Lindaunis benutzen oder über Schleswig fahren, um auf die andere Seite der Schlei zu gelangen.

„Diese Untersuchung und anschließende TÜV-Abnahme ist mindestens alle fünf Jahre vorgeschrieben“, erklärt Fährmann Rüdiger Jöns. Mit einer Ultraschallmessung wird die Stahldichte des Schiffskörpers überprüft. Wesentliche Arbeiten sind zudem das Entfernen von Rost und ein kompletter Anstrich. Umbauten gebe es diesmal nur an den Toren, für die es neue Sicherheitsvorschriften gebe, so Jöns.

Bereits am Montag wurden der Motor und die Hydraulik ausgebaut. Sie bleiben in Brodersby und werden bei einem Landmaschinenbetrieb überholt, der auch im Betrieb die technische Wartung der Fähre übernimmt. Ein 40-Tonnen-Kran hob die großen Landeklappen aufs Deck, wo sie für die Reise befestigt wurden.

Jöns hofft, dass der Landesbetrieb, der die etwa 150 000 Euro Sanierungskosten bezahlt, auch die seit 1966 bestehende Anlegestelle renoviert. „Denn einige vorstehende Steine haben doch große Kratzer auf der Unterseite der Landeklappen hinterlassen“, hat er festgestellt.

Er selbst will die Auszeit der Fähre für Urlaub nutzen und hofft, dass die Zwangspause nicht wieder länger wird als bei der letzten Generalüberholung vor vier Jahren. Denn 2012 verzögerte sich die Rückkehr der Fähre um mehrere Wochen, da der Wellengang auf der Ostsee zu hoch für das Schleppen war.




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