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Schleswiger Nachrichten

28. März 2017 | 04:29 Uhr

Mehr Geld für den Kirchenkreis

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Im Mittelpunkt der Kirchenkreissynode im Havetofter Elisabeth-Heim standen zwei Themen: Der Haushalt für die Jahre 2017 und 2018 sowie die Kinder- und Jugendarbeit der Kirche im Kreisgebiet. Wie eng die Themen „Geld“ und „inhaltliche Arbeit“ zusammengehören, erläuterte die Vorsitzende des Kirchenkreisrates, Pröpstin Johanna Lenz-Aude: „Der Haushalt ist ein Spiegelbild der inhaltlichen Arbeit. Mit dem Haushalt entscheidet die Kirchenkreissynode über die tatsächliche Durchführung kirchenpolitischer Entscheidungen.“

Einer der konkreten Tagungs-Inhalte: Die Kinder- und Jugendarbeit, für die Pastor Ingo Gutzmann (Regionalzentrum) sowie Michael Tolkmitt und Andrea Stoltenberg vom Jugendwerk eine Entschließung einbrachten. Demnach sollen die Kirchengemeinden und Einrichtungen bestärkt werden, Kinder- und Jugendarbeit partizipatorisch und selbstbestimmt zu gestalten: „Selbstbestimmung, Eigenverantwortlichkeit und Selbstwirksamkeit stehen im Mittelpunkt“, so Pastor Gutzmann. Dies reiche von den Angeboten für Kinder über Jugend- und Konfirmandenarbeit bis hin zur Mitarbeit der Jugendlichen in Gremien, wie der Synode. Nach der Diskussion über die einzelnen Punkte brachte die Kirchenkreis-Synode die Entschließung auf den Weg. Gutzmann: „Ich bin dankbar, dass wir nun einen Rahmen geschaffen haben, an den wir praktisch anknüpfen können.“

Für 2017 erwarten Kirchenkreis und Kirchengemeinden leicht erhöhte Kirchensteuerzuweisungen in Höhe von 20,4 Millionen Euro. Dies ist allerdings nicht auf wesentlich steigende Kirchensteuern zurückzuführen, sondern darauf, dass die Landeskirche Versorgungslasten stärker aus Erträgen der Stiftung Altersversorgung mitfinanziert. Auf Empfehlung des Finanzausschuss-Vorsitzenden, Pastor Thomas Nolte, beschließt die Synode, pauschal 400  000 Euro für Investitionsmaßnahmen und 100  000 Euro als Planungsreserve zurückzustellen. Trotz dieser Pauschalen, steigender Umlagen bei den Pfarrgehältern und Tarifanpassungen bei den Mitarbeitergehältern, wird es nach diesem Finanzplan möglich, 235  000 Euro mehr an die Kirchengemeinden auszuschütten als im Jahr 2016 – und 113  000 Euro mehr an den Kirchenkreis.

Den Haushalt für das Kita-Werk, in dem 750 Mitarbeiter in 46 Kitas mit 215 Gruppen über 3600 Kinder bilden, erziehen und betreuen, erläuterte Gerd Nielsen, der Leiter des Kitawerks: Neben der Leistung als Träger der Einrichtungen fließen derzeit aus Kirchensteuermitteln rund 1,7 Millionen Euro in die kirchlichen Kindertagesstätten – und das, obwohl die Finanzierung eine öffentliche Aufgabe ist. Ziel der Synode sei es, die Eigenmittel künftig weiter zu reduzieren, sagte Nielsen.

Das Diakonische Werk mit 157 hauptamtliche und zahlreiche ehrenamtliche Mitarbeitern erhält rund eine Million Euro aus Kirchensteuermitteln und muss weitere 200  000 Euro aus Rücklagen beisteuern.

Das Regionalzentrum mit den verschiedenen Einrichtungen vom Jugend- über das Frauenwerk, der Konfirmandenarbeit bis hin zu den Arbeitsbereichen Spiritualität und dem neu entstehenden Arbeitsbereich Klimaschutz erhält 1,15 Millionen Euro vom Kirchenkreisanteil. Eine Klimaschutzstelle wird eingerichtet, nachdem die Landeskirche in einem Klimaschutzgesetz beschlossen hat, dass sich die Kirchenkreise mit 0,8 Prozent des Haushaltes dem Klimaschutz widmen sollen.

Ein weiterer Beschluss der Kirchenkreis-Synode: Die Sanierung des Schleswiger Doms wird in den nächsten vier Jahren mit insgesamt 950  000 Euro aus gemeinsamen Rücklagen unterstützt.

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erstellt am 19.Mär.2017 | 14:58 Uhr

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