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Schleswiger Nachrichten

04. Dezember 2016 | 13:27 Uhr

Ulsnis und Steinfeld : Mehr Durchblick für die Einsatzkräfte

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Die Feuerwehren von Ulsnis und Steinfeld üben erstmals mit ihrer neuen Wärmebildkamera.

Am Montagabend wurden die Bürger von Ulsnis und Steinfeld um 19.23 Uhr von den Feuerwehrsirenen aus dem Feierabend gerissen. Angeschlossene Feuerwehrleute erhielten über ihre Pager die Nachricht: Brand auf dem Putbresehof in Ulsnis. Was zu diesem Zeitpunkt nur eine kleine Gruppe von Eingeweihten wusste: Das Ganze war nur um eine Alarmübung.

Mit dem Endergebnis konnten alle zufrieden sein. Bereits wenige Minuten nach der Alarmierung standen zwei Hilfs- und Löschfahrzeuge sowie ein Löschanhänger am vermeintlichen Brandort. Scheinwerfermasten wurden ausgefahren, Schläuche verlegt und Atemschutzgeräte-Träger rüsteten sich aus. Das Szenario gab einen Schwelbrand auf dem Heuboden und zwei vermisste Personen vor.

Erstmals konnten die Rettungskräfte bei einer Übung auf eine Wärmebildkamera als Hilfsmittel zurückgreifen, mit der auch bei dichtestem Rauch Menschen lokalisiert werden können – sofern sie sich im gleichen Raum befinden. Glasscheiben oder Wände sind Hindernisse, die auch eine Wärmebildkamera nutzlos machen. So wurden bei der Übung die zwei Vermissten schnell auf der Treppe und auf der Toilette gefunden. Sie wurden mit Rettungshauben versehen und ins Freie transportiert, wo sie weiter versorgt wurden.

„Wir haben heute ein Stück Geschichte geschrieben“, sagte Jürgen Schmidt, Wehrführer von Kius-Ulsnis nach der Übung. Denn erstmals hätten sich die Feuerwehren von Ulsnis und Steinfeld etwas gemeinsam angeschafft.
„Ich freue mich auch, dass die Zusammenarbeit inzwischen so gut klappt“, ergänzte Steinfelds Wehrführer Martin Knackstedt. Da habe es in der Vergangenheit doch schon manchmal gehakt. Das 1800 Euro teure Infrarotgerät wird bei der Feuerwehr Steinfeld stationiert. „Denn im Ernstfall rücken wir sowieso gemeinsam aus“, stellte Schmidt fest.

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