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Schleswiger Nachrichten

27. Juni 2016 | 07:58 Uhr

Nach dem Frost : Löcher stopfen auf Schleswigs Straßen

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Eis und Salz haben auf vielen Fahrbahnen im Stadtgebiet deutliche Spuren hinterlassen. Mehrere Sanierungsmaßnahmen sind ohnehin für dieses Jahr geplant.

Timo Herzog und seine Kollegen haben in diesen Tagen wieder alle Hände voll zu tun. Überall im Stadtgebiet sind die Mitarbeiter der Umweltdienste zurzeit im Einsatz, um Schleswigs Straßen von Schlaglöchern und Rissen zu befreien. „Wie nach jeder Frostperiode sind die Fahrbahnoberflächen auch diesmal in Mitleidenschaft gezogen worden“, sagt Umweltdienste-Leiter Mathias Frahm, der aber auch einschränkt: „Das hatten wir allerdings auch schon schlimmer.“ Dennoch hat auch die Frostperiode aus dem Januar sichtbare Spuren im Asphalt hinterlassen – die nun nach und nach wieder beseitigt werden. „Das ist in der Regel aber nur eine Art schnelle Gefahrenabwehr, was wir da machen“, sagt Frahm.

In der Regel geht das zack-zack: Kleinere Löcher werden kurz ausgefegt, danach wird so viel sogenannter Kalt-Asphalt aufgetragen, bis die Fahrbahn zumindest wieder einigermaßen glatt ist. Dann wird die zähe, klebrige Masse noch schnell festgeklopft, eine Handvoll Sand drauf, fertig. Damit sei, so Frahm, zumindest die Verkehrssicherheit wieder hergestellt.

Gestern haben die Mitarbeiter der Umweltdienste diese Flickarbeiten unter anderem in der Friedrich-Ebert-Straße, in der oberen Moltkestraße und im Melkstedtdiek im Friedrichsberg vorgenommen. Auch in der Schubystraße und der Flensburger Straße (Hühnerhäuserkreuzung) waren sie in den vergangenen Tagen schon im Einsatz. „Entweder unsere Mitarbeiter erkennen diese Stellen bei ihren Fahrten durchs Stadtgebiet selbst, oder wir werden von Bürgern darauf aufmerksam gemacht“, sagt Wolfgang Schoofs, Geschäftsführer der Stadtwerke, an die die Umweltdienste angegliedert sind. Dort sei man allerdings nur für provisorische Flickarbeiten zuständig. Wenn größere Sanierungsarbeiten anstehen, übernehme die Stadt selbst das Ruder.

Auch im laufenden Jahr hat das Bauamt in dieser Hinsicht – unabhängig von den aktuell auftretenden Frostschäden – einige größere Straßenunterhaltungsmaßnahmen auf der Agenda. Konkret stehen Sanierungsarbeiten am Kolonnenweg (zwischen den Straßen Husumer Baum und Ellerndiek), an der Suadicanistraße (Friedrich-Ebert-Straße bis Hesterberg), an der Gottorfstraße (vor dem Oberlandesgericht; zwischen Gottorfknoten und Brockdorff-Rantzau-Straße) sowie im Kreuzungsbereich am Julius-Petersen-Platz/Ecke Schubystraße an. Dort hatten die Umweltdienste bereits kürzlich erste Flickarbeiten verrichtet. „Sollten noch weitere Maßnahmen nötig sein, würden wir uns noch einmal mit den Stadtwerken abstimmen. Gegebenenfalls bedarf es dann auch einer politischen Abstimmung, je nach Dimension“, sagt Rathaussprecherin Antje Wendt.

Um künftig einen noch besseren Überblick über die Verfassung der Fahrbahnen auf Schleswigs Wegen zu haben, will die Stadt noch in diesem Jahr einen Straßenzustandskataster erarbeiten. „Er soll als Instrument für eine noch sorgfältigere Planung von Straßenunterhaltungsmaßnahmen dienen“, sagt Wendt. Rund 7500 Euro hat die Stadt für die Erstellung dieses Kataloges in den Haushalt für das laufende Jahr eingeplant.

Ebenfalls stehen schon Mittel bereit für eine Maßnahme, die schon seit Jahren immer wieder diskutiert wird. Zwischen 2017 und 2019 soll es nun aber endgültig soweit sein. Dann wird die Flensburger Straße, die besonders im nördlichen Teil auch jetzt wieder viele Löcher hat, grundlegend saniert und ausgebaut.

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erstellt am 11.Feb.2016 | 11:41 Uhr

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