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Schleswiger Nachrichten

06. Dezember 2016 | 18:59 Uhr

Schleswiger Dom : „Lichtreise“ begeistert Dom-Besucher

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Gelungener Auftakt des Festivals: Bunte Wände und ein Kirchenraum ohne Bänke sorgen für außergewöhnliche Eindrücke.

„Toll“, „überwältigend“, „Wahnsinn“ – die meisten Besucher brauchten am Montagabend nur wenige Schritte im von den Bänken befreiten Dom, um sich von der einzigartigen Atmosphäre packen zu lassen. Die Mischung aus ungewohnter Bewegungsfreiheit und kunstvoller Illumination des Kirchenraumes ließen den Auftakt des vierwöchigen Festivals „Lichtreise“ zu einem fulminanten Ereignis werden.

Zu den begeisterten Gästen zählte auch Bürgermeister Arthur Christiansen. „Das ist echt irre, das muss ich sagen“, meinte er mit Blick auf die in gelbliches und bläuliches Licht getauchten Kirchenmauern, an denen immer wieder – wie von Geisterhand geführt – Blasen emporstiegen. Dem historisch interessierten Bürgermeister hatte es besonders der Kenotaph Friedrichs I. angetan. Die Hamburger Lichtkünstlerin Katrin Bethge hat das Grabmal des Dänenkönigs und Herzogs von Schleswig mittels eines Spiegels so in Szene gesetzt, dass der Betrachter plötzlich vis-à-vis mit der lebensgroßen Liegefigur auf dem Deckel des Sarkophags steht. „So sieht man Friedrich I. sonst ja nicht“, sagte Christiansen.

„Wir gehen zurück zum Anfang, zurück zur Reformation“, sagte Dompastor Joachim Thieme-Hachmann, der die 480 Anwesenden als „Reiseleiter“ durch die Veranstaltung führte. Vor 500 Jahren war es üblich, dass die Kirchen kein Gestühl hatten. Und so wandelten die Besucher am Montagabend durch den Dom und gleichsam auf den Spuren der Reformation. Für diejenigen, die auf eine Sitzgelegenheit angewiesen waren, hatten die zahlreichen Helfer, die sogenannten Domhüter, Kartons als Stuhlersatz parat.

Bischof Gothart Magaard dankte den vielen ehrenamtlichen Helfern, die es ermöglichten, diese außergewöhnlichen Eindrücke zu erleben. „So kann die Lichtreise beginnen“, freute er sich. Und nachdem die Gäste zum Abschied gemeinsam mit der Domkantorei das Lied „Der Mond ist aufgegangen“ gesungen hatten, konnte auch Cheforganisator Michael Jordan erleichtert ein positives Fazit der Eröffnungsveranstaltung ziehen. „Wir freuen uns, dass so viele Menschen gekommen sind“, sagte der Bischofsreferent. „Und wir hoffen, dass wir viele Leute neugierig gemacht haben.“

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erstellt am 04.Nov.2016 | 11:22 Uhr

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