zur Navigation springen

Schleswiger Nachrichten

05. Dezember 2016 | 03:27 Uhr

Wirtschaftsminister übergab Förderbescheid : Land unterstützt Traditionsbetrieb

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Spedition Jürgensen investiert vier Millionen Euro in Neubau und weitere Arbeitsplätze.

Warum sich ausgerechnet die Schleswiger Spedition Karl Jürgensen eine Förderung von knapp 576  000 Euro verdient hat? Wirtschaftsminister Reinhard Meyer (SPD) musste nicht lange überlegen, um diese Frage zu beantworten. „Dies ist ein Traditionsunternehmen, das sich für die Zukunft weiter aufstellt und dadurch ein starkes Bekenntnis zum Standort Schleswig und somit zur Region nördlich des Nord-Ostsee-Kanals abgibt. Das sehen wir gerne“, sagte er gestern bei einem Betriebsbesuch im Gewerbegebiet St. Jürgen. Dort übergab er den beiden Inhabern und Geschäftsführern des Logistikunternehmens, Gerald Augustin und dessen Sohn Ben, den entsprechenden Zuwendungsbescheid.

Für insgesamt rund vier Millionen Euro baut die Spedition Karl Jürgensen zurzeit ihren Standort an der Heinrich-Hertz-Straße aus. Die Bauarbeiten für eine neue 2600 Quadratmeter große Logistikhalle und einen etwa 700 Quadratmeter großen Bürotrakt laufen auf Hochtouren. Dass dabei auch 20 neue Arbeitsplätze entstehen, war schließlich ausschlaggebend dafür, dass Kiel das Bauprojekt mit Geldern aus dem Landesprogramm Wirtschaft, das unter anderem aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung gespeist wird, fördert. „Ich bin sicher, dass sich das mittelständische Unternehmen damit zukunftsfest aufstellt und weiterhin erfolgreich am Markt behaupten wird“, meinte Meyer.

Das solle auch angesichts der langwierigen Ausbauarbeiten auf der A7 Richtung Süden und der maroden Rader Hochbrücke gelingen, betonte der Minister auf Nachfrage. „Ja, wir haben auch über diese Dinge gesprochen“, meinte er mit Blick auf einen Informationsaustausch mit der Geschäftsführung der Spedition. Er wisse, dass die Situation gerade für Logistikunternehmer aus dem nördlichen Schleswig-Holstein zurzeit nicht einfach sei. Aber die guten Fortschritte beim Ausbau der A7 zwischen Neumünster und Hamburg und die Pläne für den Neubau der Rader Hochbrücke, „den wir bis 2026 realisieren werden“, stimmten ihn und auch die Spediteure optimistisch.

Das sah auch Ben Augustin so, der den St. Jürgener Familienbetrieb auf lange Sicht weiterführen wird. „Mein Urgroßvater hat dieses Unternehmen 1928 gegründet, und wir wollen noch lange hier in Schleswig ansässig bleiben“, betonte er. Zurzeit beschäftigt die Firma 180 Mitarbeiter. Zum eigenen Fuhrpark der Spedition gehören rund 40 Lastwagen, hinzu kommt etwa die selbe Anzahl an Wagen von Unternehmern, die für Karl Jürgensen fahren. Durch den Neubau entsteht in St. Jürgen ein Logistikkomplex mit mehr als 6000 Quadratmetern Grundfläche. „Wir wollen weiter wachsen“, betonte Ben Augustin, der sich besonders darüber freute, dass „der Minister persönlich“ nach Schleswig gekommen sei, um den Förderbescheid zu überreichen. Dies sei eine besondere Wertschätzung.

Auch die Schleswiger SPD-Landtagsabgeordnete Birte Pauls ließ sich diese Gelegenheit nicht entgehen und begleitete den Minister zum Ortstermin. „Dass die Landesregierung ein Unternehmen aus der Stadt fördert, um dadurch auch neue Arbeitsplätze zu schaffen, freut mich natürlich riesig“, sagte sie.

zur Startseite

von
erstellt am 27.Okt.2016 | 06:53 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen