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Schleswiger Nachrichten

03. Dezember 2016 | 01:26 Uhr

Trecker-Trecken in Selk : Kräftemessen bis Mitternacht

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

159 Starter in 33 Klassen gigen beim 5. Trecker-Trecken in Selk am Start. 1500 technikbegeisterte Besucher waren dabei.

Pünktlich zum Beginn des 5. Trecker-Trecken ließ sich auch die Sonne zwischen den Wolken blicken. Dass es bis zum Abend trocken blieb, das freute die rund 1000 Besucher. Den 159 Startern der „Formel 1 der Landwirte“ und Trecker-Enthusiasten war das Wetter völlig egal. Es spielte keine Rolle, denn für sie galt es einfach nur, in dem Eldorado der Oldtimer-Trecker oder PS-Riesen dabei zu sein.

Darunter gingen auch sechs Power-Frauen an den Start. Als großer Sandspielplatz und Treffpunkt für echte Kerle sowie Technikinteressierte offenbarte sich das Gelände von Landwirt Bernd Peters, dessen professionelle Veranstaltung seit fünf Jahren immer mehr Teilnehmer und Zuschauer in die Gemeinde Selk lockt. Das Trecker-Trecken gehört mittlerweile fest in den Terminplan im Amt Haddeby.

Lautstark dröhnende Motoren, schwarzer Qualm und ein Hauch von Diesel sowie frisch aufgewühlter lehmiger Erde – das muss man mögen. Auch Schweiß, Staub und Schmutz gehören beim Trecker-Trecken einfach dazu, zumindest wenn man hautnah am Geschehen beteiligt ist. Wer diesmal Gummistiefel dabei hatte, war klar im Vorteil, denn der Boden war vom Regen aufgeweicht.

Gestartet wurde in 33 Klassen, die nach Alter, Gewicht und Pferdestärken der Trecker eingeteilt waren. Vom betagten und liebevoll gepflegten Oldtimer mit 15 Pferdestärken bis zum getunten „Super-Standard V8 Zylinder“ mit kraftvollen 300 PS unter der Haube – den Acker-Giganten in der „Farmer-Klasse“ – reichte das Spektrum der Zugmaschinen. Als Ziel einer jeden Trecker-Fahrt galt, den tonnenschweren Gewichtschlitten auf einer Länge von 80 Metern bis zum „Full-Pull“ zu ziehen. An einer HSV-Fahne war das Ziel offiziell erreicht – und da wollten natürlich alle Fahrer hin. Wenn es gut lief, und das tat es nicht immer, dann gab es zudem den lautstarken Applaus des Publikums.

Immer mehr Gewichte wurden nach und nach auf den tonnenschweren Bremsschlitten geladen. Tief gruben sich die dicken Treckerreifen in den aufgeweichten Boden – und so mancher Trecker ächzte mit klappernden Ventilen und heiß gelaufenem Motor und ohrenbetäubendem Lärm unter der Last. Kleinere Blessuren wurden vom Technik-Team in rosa Westen kurzerhand vor Ort repariert. Mit Hilfe von schweren Landmaschinen, die Agrarunternehmer Jörg Mau aus Fahrdorf zur Verfügung stellte, sorgte das Bodenteam um Dirk Stöterau unermüdlich für eine ebene Strecke. Auch das Bremswagen-Team um Heiko Pohl hatte beim Rückzug des Gewichtschlittens ein sorgsames Auge. Moderator Tim Bowitz bewies am Mikrofon Stehvermögen – erkommentierte das Spektakel zehn Stunden lang mit technischem Fachwissen. Das Fußballspiel der Deutschen Elf gegen Italien interessierte indes nur wenige Besucher und Fahrer, die beim Public-Viewing auf der TV-Leinwand am Platz zuschauten. 

Die Gewinner auf einen Blick

Frauen-Klasse: Femke Delfs; Oldtimer: 1 - 18 PS: Jörg Friedrichsen, 19 - 34 PS: Gerd Schuhmacher, 35 - 44 PS: Florian Meier,  45 - 55 PS: Frank Carstensen, 56 - 65 PS: Frank Carstensen, 66 - 75 PS: Wilhelm Runde, 76 - 85 PS: Bernd Peters, 86 - 100 PS:  Jörg Hinrichsen, 101- 125 PS: Jonas Mumm, ab 126 PS: Jonas Mumm; Geländewagen: Dirk Onken; Standard: Bis 2,5 t: Janie Ehlers, bis 3,5 t: Patrick Pohl, bis 4,5 t: Tim Niesewendt, bis 5,5 t: Torge Callsen, bis 6,5 t: Kai Wetzlaff, bis 7,5 t: Kai Wetzlaff, bis 9,0 t: Holger Pinn, bis 11,0 t: Kai Wetzlaff; freie Klasse bis 14 t: Jost Jensen; Farmer: bis 5,5 t: Jörn Koll, bis 6,5 t: Tim Bowitz, bis 7,5 t: Daniel Buss; Sport-Klasse: bis 4,5 t: Andre Herzog, bis 5,5 t: Malte Röhe, bis 6,5 t: Malte Röhe, bis 7,5 t: Holger Pinn; Super Standard:   bis 1,6 t:Kai Krüger, bis 2,5 t: Kai Kröger, bis 3,5 t: Tom Herse, bis 4,5 t: Tom Herse.

 
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