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Schleswiger Nachrichten

05. Dezember 2016 | 19:43 Uhr

Altstädter St.-Knudsgilde : Königsschuss bei Windstärke 5

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

392 Schüsse waren nötig. Dann stand fest, wer neuer Schützenkönig der Altstädter St.-Knudsgilde in Schleswig ist.

Der neue König der Altstädter St.-Knudsgilde von 1449 heißt Friedrich Bork. Um 21.05 Uhr setzte der 64-Jährige am Montagabend zum 392. Schuss mit dem Kleinkalibergewehr auf den Rumpf des hölzernen Vogels an, drückte ab – und siegte. In einem spannenden Wettkampf um die Königswürde hatten sieben Anwärter um den Titel gerungen. Neben Bork waren es Sönke Rades (51), Christoph Boockhoff (52), Andreas Krey (58), Gerry Sinram ((72), Friedrich Sass (66) und Bernd Forck (51).

Der Westwind blies den Akteuren und den mehr als 500 Zuschauern auf dem Netzetrockenplatz am Schleiufer mit Böen der Windstärke 5 kräftig um die Ohren. Dagegen half nur der Traditionsschnaps, der „Grüne Bitter“, der den Schützen als Zielwasser gereicht wurde und auch bei den Gästen für wohlige Wärme von innen sorgte. Dass der Holzvogel im Wind hin und her wackelte, störte den treffsicheren Friedrich Bork schließlich nicht. Als „Der Genießer“ geht der Schleswiger Verlagsgeschäftsführer nun als König und damit Oberster Repräsentant in die 567-jährige Geschichte der Traditionsgilde ein. Gleichzeitig legte Bork damit sein bisheriges Amt als Fahnenleutnant nieder.

Drei Jahre lang führt er nun die Gilde als Majestät an und wurde damit zum Obersten Offizier des Offizierskorps ernannt, das laut Satzung für die Ordnung im Gildeleben verantwortlich ist. Ehefrau Maren Bork, die das Schieß-Spektakel an der Seite ihres Mannes hautnah verfolgte, gratulierte als erste. Als Königin Maren „Die Natürliche“ steht sie ihrem Mann in der dreijährigen Amtszeit zur Seite. Das Paar freute sich über die vielen Glückwünsche, die ihnen von den Gildemitgliedern um Ältermann Tjark-Guido Behrendt sowie den Gästen entgegengebracht wurden. Gemeinsam wurden das Paar im feierlichen Rahmen und mit einem „Großem Zapfenstreich“ proklamiert.

Das funkelnde Feuerwerk, das Pyrotechniker Sven Wilke anschließend mit musikalischer Untermalung über der Schlei präsentierte, begeisterte die Zuschauer, die mittendrin und am Ende mit einem lang anhaltenden Applaus dankten. Der Umzug über den Holm, der von Fackelträgern beleuchtet wurde, bildete den Abschluss des Schützenfestes. Musikalisch begleitet wurde das viertägige Fest von den Schleswiger Husaren, dem Schleiblasorchester und dem Schleswiger Spielmannszug.

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