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Schleswiger Nachrichten

10. Dezember 2016 | 17:42 Uhr

29. bis 31. Juli: Wikingertage in Schleswig : Kämpfe auf den Königswiesen

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Vom Freitag bis Sonntag finden die Wikingertage statt / Besucher müssen diesmal auf der Freiheit parken.

Ein Fest jagt das nächste. Nachdem am vergangenen Wochenende „Schleswig swingt“ tausende Besucher in die Innenstadt gelockt hat, warten ab kommenden Freitag auf den Königswiesen schon die Nordmänner auf ihr Publikum. Zu den bis Sonntag andauernden Wikingertagen erwartet Veranstalter Stephan Vollbehr bis zu 25  000 Gäste am Ufer der Schlei – wenn denn das Wetter mitspielt. Vor einem Jahr gewitterte und regnete es derart heftig, dass Teile des Wikingerdorfes unter Wasser standen und die Veranstaltung für einen Tag ausgesetzt werden musste. Daraus habe man gelernt, sagt Vollbehr und kündigt einen veränderten Aufbau des Wikingerdorfes an. „Dort, wo bei Regen der größte See entsteht, werden wir diesmal den Thingplatz hinverlegen.“

Das Wikingerdorf mit zahlreichen Handwerkern und Händlern bildet auch diesmal den Mittelpunkt des dreitägigen Festes. Dort laden Waffenschmiede, Trinkhornschleifer, Bogenbauer oder Steinmetze ein zu einer Zeitreise in das Mittelalter. In Haithabu, am anderen Ufer der Schlei, lag vor 1000 Jahren bekanntlich einer der bedeutendsten Handelsplätze der Wikinger.

Rund 400 Teilnehmer werden das Leben der Nordmänner nachstellen. Darunter sind auch mehrere Kämpfer, die in der an das Dorf angrenzenden Arena mehrmals täglich ihre Künste demonstrieren. „Da sind auch Profis mit am Werk“, sagt Vollbehr. „Vor jeder Schlacht findet eine sehr unterhaltsame Waffenkunde statt.“

Zum Mitmachprogramm zählen Bogenschießen, Speer- und Axtwerfen. Bei einem Bogenturnier können sich alle mit einem Naturbogen bewaffneten Besucher ab 16 Jahren miteinander messen (Startgeld: 3 Euro pro Person und Turnier). Neu ist zudem ein Wikinger-Kindertheater. Überhaupt können die jüngsten Gäste im Kinder-Wikingerdorf auf ihre ganz eigene Abenteuerreise gehen. „Da ist jede Menge Spaß garantiert“, verspricht Vollbehr mit Verweis auf Schwertkampf, Runen-Schreiben oder Drachenzähne-Schnitzen.

Verändert hat sich die Parksituation. Konnten die Besucher in den Vorjahren ihre Autos direkt am Veranstaltungsgelände abstellen, ist dies jetzt nicht mehr möglich, weil auf diesem Teil der Königswiesen gebaut wird. „Das ist wirklich schade, dass die Flächen nicht mehr zur Verfügung stehen“, sagt Vollbehr. Stattdessen gebe es nun kostenlose Parkplätze im Stadtteil Auf der Freiheit. Von dort fahren Shuttlebusse zu den Königswiesen – allerdings nicht umsonst. Gäste ab 14 Jahre zahlen pro Fahrt einen Euro.

Die Veranstalter hoffen, dass es Thor diesmal gut mit ihnen meint. Der Donnergott stand in der nordischen Mythologie nicht nur für Tapferkeit und Heldentaten, sondern er war auch für das Wetter verantwortlich. Und wenn Thor ein Einsehen mit der diesjährigen Veranstaltung hat, dann können die Besucher sogar an Bord zweier Wikingerschiffe gehen und zu einem Segeltörn auf der Schlei aufbrechen.

Weitere Infos gibt es auf der Homepage www.wikingertage.de

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erstellt am 26.Jul.2016 | 07:56 Uhr

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