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Schleswiger Nachrichten

05. Dezember 2016 | 05:36 Uhr

Lottorf : Junge Imkerin erntet ihren ersten Honig

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

15-jährige Schülerin betreut 100 000 Bienen.

Emsig schwirrt das Bienenvolk von Christin Thomsen im heimischen Garten in Lottorf von Blüte zu Blüte. Mittendrin freut sich die 15-jährige Nachwuchs-Imkerin, denn ihren 100  000 Bienen der Familie „Carnika“ und deren Königin, die sie liebevoll „Maja“ getauft hat, geht es offensichtlich gut. Vor Bienenstichen hat Christin keine Angst. Zur Vorsicht trägt sie Bienen-Haube, Handschuhe und Schutzanzug.

Ihre Kenntnisse in der Haltung der Tiere erwarb die Lornsenschülerin in der allwöchentlichen Bienen-AG. Die Freude an der Natur und der Hobby-Imkerei gab jedoch ihr Großvater Friedrich Thomsen an seine Enkelin weiter, der 2014 verstarb und dessen Bienen-Volk und Imker-Ausrüstung sie übernahm. Über ihre erfolgreiche Fortsetzung seiner heimischen Imkerei wäre ihr Großvater nun sicherlich mächtig stolz gewesen. Bei der Schülerin dreht sich derzeit alles um das Wohl der Bienen. „Die Bienen und die Königin sind echt süß. Ich mag sie sehr. In der Natur zu sein und selbstständig etwas für die Umwelt zu tun, bringt mir sehr viel Spaß“, sagt Christin Thomsen.

Nun war es für die Hobby-Imkerin an der Zeit für die erste Honig-Ernte, die sie freundschaftlich mit ihren Freundinnen, den Bienen, teilte. Eine Hälfte der Honigwaben entnahm die Schülerin aus dem Bienenkasten, die ebenso mit Honig gefüllten Brut- und Futterwaben blieben indes unberührt. Dass die üppige Blumenpracht, im Garten von Großmutter Christel Thomsen, zusätzlich genügend Nahrung für das Bienenvolk bereithält, da ist sich die Imkerin sicher.

Sorgen bereitet ihr allerdings das Jakobskreuzkraut, das sich zunehmend großflächig rund um Lottorf auf den Äckern des benachbarten Naturschutz-Weidelandes des Landschafts- und Naturschutzvereins „Bunde Wischen“ ausbreitet – und das nun bald aufblüht. Die gelbblühende Pflanze ist giftig und steht in Verdacht, insbesondere bei Weidetieren Leberschäden zu verursachen.

Können die Blüten Samen bilden, weil die Weide nicht gemäht wurde, ist eine weitere Ausbreitung im kommenden Jahr vorprogrammiert. Auch die Bienen nehmen den Nektar aus dem giftigen Kraut auf, das sich später im Honig anreichern kann. Ein Grund dafür, warum es bei Christin Thomsen nur eine Ernte im Jahr gibt – und die findet vor der Blüte des Jakobskreuzkrautes statt, denn: „Sicher ist sicher“, sagt Christins Mutter Dörte Thomsen. Rund 20 Gläser goldgelben süß-duftenden Honig füllten sie gemeinsam nach ihrem allerersten Schleudergang in Gläser ab. „Das reicht bis zum nächsten Frühling“, freute sich Christin Thomsen.






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