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Schleswiger Nachrichten

11. Dezember 2016 | 11:06 Uhr

Fotowettbewerb : Jugendliche machen sich ihr „Bild von Schleswig“

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Rainer Winkler stiftet 1000 Euro Preisgeld – und will das Interesse an heimatkundlichen Themen wecken.

Dass es heutzutage nicht gerade einfach ist, junge Menschen für Heimatkunde zu begeistern, diese Erfahrung hat Rainer Winkler in den vergangenen Jahren mehrfach machen müssen. Damit abfinden wollte und will er sich aber nicht. Also hat Winkler die Idee eines Fotowettbewerbs für Jugendliche ins Leben gerufen, zu dem die Gesellschaft für Schleswiger Stadtgeschichte, bei der er den Posten des Redaktionsleiters inne hat, und der Förderverein des Stadtmuseums gemeinsam aufgerufen hatten. Titel: „Mein Bild von Schleswig.“ Das Preisgeld, immerhin stattliche 1000 Euro, hat Winkler obendrein selbst gestiftet – und gestern nun in Form von Schecks in der Stadtbücherei an die Gewinner übergeben.

„Es sind sehr interessante und vor allem hochwertige Ergebnisse bei dem Wettbewerb herausgekommen“, lobte Klaus Nielsky, Vorsitzender der Gesellschaft für Stadtgeschichte, der sich gleichzeitig über die Resonanz freute: „17 Teilnehmer: Das ist für Schleswiger Verhältnisse eine ganz ordentliche Zahl. Normalerweise sind die Leute hier ja sehr zurückhaltend, wenn man zum Mitmachen aufruft.“ Winkler hingegen hätte sich – auch mit Blick auf das Preisgeld – mehr Bewerber gewünscht. Aber auch er war von den Ergebnissen des Wettbewerbes begeistert. „Dabei fiel auf, dass bei den jungen Leuten neben Dom und Schloss insbesondere die Königswiesen und der Wikingturm als Motiv einen hohen Stellenwert haben. Damit hatte ich so nicht gerechnet“, sagte er.

Bei der Auswahl der Gewinner hatte es die Jury entsprechend schwer. Neben Winkler und Nielsky gehörten ihr Thorsten Dahl, als Vorsitzender des Freundeskreises des Stadtmuseums, und Hauptorganisatorin Sabine Schmidt, die dort gerade ein „Freiwilliges Soziales Jahr Kultur“ macht, an. Die Plätze 1 bis 3 waren in zwei Alterskategorien mit jeweils 250, 150 und 100 Euro dotiert. Bei den Jüngeren gewann Johanna Boldt. Die Schülerin der A.P.-Møller-Schule kommt aus Kleinkönigsförde am Nord-Ostsee-Kanal jeden Tag mit dem Zug nach Schleswig. Sie hat für den Wettbewerb eine Fotoserie von ihrem täglichen Weg vom Bahnhof zur Schule erstellt. „Es hat Spaß gemacht. Sicherlich werde ich in Zukunft öfter als bisher fotografieren.“ Das will auch die Gewinnerin aus der Gruppe der Älteren, Kristin Börm. Die Lornsenschülerin kommt aus Fleckeby. Sie hat den Lampionkorso am Stadthafen mit mehreren stimmungsvollen Fotos dokumentiert.

Ihre und die Bilder der anderen Teilnehmer sind nun bis zum Ende der Sommerferien in der Stadtbücherei zu sehen. Daneben hängen ihre Texte, die ihr jeweiliges „Bild von Schleswig“ (oder die Serien) beschreiben. Auch das gehörte dazu zu dem Wettbewerb, bei dem jeder Teilnehmer eine ein- beziehungsweise dreijährige kostenlose Mitgliedschaft im Förderverein des Stadtmuseums und in der Gesellschaft für Schleswiger Stadtgeschichte gewonnen hat. In der Hoffnung, dass sie den beiden Vereinen auch danach noch treu bleiben und dort für frischen Wind sorgen.

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erstellt am 30.Jun.2016 | 07:36 Uhr

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