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Schleswiger Nachrichten

06. Dezember 2016 | 11:20 Uhr

„Rezet“-Sänger Ricky Wagner : „Jeder Musiker möchte Erfolg haben“

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

An diesem Sonnabend stellt die Schleswiger Thrash-Metal-Band „Rezet“ ihr neues Album vor. Interview mit Sänger Ricky Wagner.

Sie haben Fans fast in ganz Europa und waren im vergangenen Jahr sogar auf einer USA-Tournee: Die Musiker der Schleswiger Thrash-Metal-Band Rezet. In drei Wochen erscheint ihr drittes Album „Reality is a Lie“, das sie auf einem Konzert im FKKZ auf der Freiheit am Sonnabend, 28. Mai, ab 21 Uhr präsentieren werden. Mit Rezet-Frontmann Ricky Wagner (25) sprach unser Redaktionsmitglied Ove Jensen.

 

Herr Wagner, was ist eigentlich Thrash Metal?

Wagner: Das werden wir oft gefragt. Viele Leute denken auch, wir würden Trash-Metal-Musik spielen. Das würde dann Müll bedeuten und nicht „Draufhauen“ oder „Dreschen“, was ja die Bedeutung des englischen Wortes „thrash“ ist. Kurz gesagt, ist es eine Mischung aus Heavy Metal und Punkrock. Die bekannteste Band, die so etwas spielt, ist Metallica.

 

Wie sind Sie zu dieser Musikrichtung gekommen?

Wir haben uns vor zehn Jahren gegründet. Damals waren wir noch Teenies. Was das Gitarrenspiel angeht, war Metallica für uns das Nonplusultra. Das war auf jeden Fall eine Inspiration für uns, obwohl die große Zeit von Metallica ja eigentlich schon etwas zurücklag.

 

Ist Metallica für Sie auch eine Inspiration, was den Erfolg angeht?

Also, wir haben uns nicht das Ziel gesetzt, die Charts zu stürmen. Obwohl – schön wäre es natürlich doch, wenn das klappen würde. Dann bräuchten wir nicht mehr zu arbeiten. Wir machen unsere Musik, weil wir selbst etwas ausdrücken möchten. Aber jeder Musiker, der sich auf eine Bühne stellt, möchte auch Erfolg haben mit dem, was er dort spielt. Wir haben das Gefühl, das unsere neue Platte unsere bisher beste ist. Und in den Fachzeitschriften, von denen es ja in der Musikszene immer noch sehr viele gibt, sind wir echt positiv besprochen worden – und wir haben im Moment richtig viele Interview-Termine. Das ist schon ein schöner Erfolg für uns.

Wie ist das neue Album entstanden?

Wir haben uns viel Zeit gelassen. Insgesamt drei Jahre für Songwriting, Produktion, Suche nach einer neuen Plattenfirma und so weiter. Wir sind jetzt beim größten dänischen Label unter Vertrag. Vielleicht hilft uns das, auch in Skandinavien Fuß zu fassen. Es ist das erste Album, das wir direkt hier im FKKZ aufgenommen haben. Und leider wohl auch das letzte.

Wenn nicht noch ein Wunder geschieht, wird das Kulturzentrum im Sommer geschlossen.

Und unser Konzert ist wahrscheinlich die letzte große Veranstaltung hier. Das ist richtig traurig. Es hätte richtig Kult werden können hier. Wir kommen auf unseren Tourneen ja viel rum, auch in größeren Städten. So etwas wie dies gibt es nicht in Hamburg und nicht in Berlin. Leider ist es in den letzten Monaten schon merklich bergab gegangen. Nach und nach verlassen die Bands das Haus mit den Probenräumen, und natürlich kommen keine neuen nach, wenn die Perspektive fehlt, bleiben zu können.

Was werden Sie ab dem Sommer machen?

Wir werden wohl in eine andere Stadt gehen. Zum Proben, meine ich. Ich wohne in Schleswig, und unser Schlagzeuger Bastian Santen auch. Die anderen beiden – Thorben Schulz und Lucas Grümmert – kommen auch aus der näheren Umgebung. Ich möchte auch gar nicht weg. Ich finde Schleswig wirklich schön!

Aber auf Ihren Konzertreisen kommen Sie viel herum. Wie lässt sich das mit einem normalen Berufsleben vereinbaren.

Das ist eine Herausforderung. Ich bin Student und gebe nebenbei Gitarrenunterricht. Da lässt sich das einrichten. Zwei von uns haben eine reguläre Beschäftigung. Bei denen geht jeder einzelne Urlaubstag für die Touren mit der Band drauf.

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erstellt am 26.Mai.2016 | 18:41 Uhr

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