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Schleswiger Nachrichten

05. Dezember 2016 | 15:38 Uhr

Schleswigs neues Krankenhaus : Hubschrauber in der Warteschleife

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Das neue Krankenhaus hat einen Hubschrauber-Landeplatz auf dem Dach. Trotz gelungener Generalprobe kann er bislang nicht genutzt werden – aus einem einfachen Grund.

Die Generalprobe vor sechs Wochen klappte auf Anhieb: Der Rettungshubschrauber „Christoph 42“ landete punktgenau auf dem Dach der neuen Helios-Klinik an der St. Jürgener Straße. Die Genehmigung der Luftfahrtbehörde lag vor. Pilot Martin Dlugosch schwärmte von „wunderbaren Voraussetzungen“.

Doch der Generalprobe ist bis heute kein Ernstfall gefolgt. Seit zehn Tagen läuft der reguläre Betrieb im neuen Krankenhaus. Der Landeplatz auf dem Dach ist verwaist. Erst gestern Vormittag beobachteten Passanten, wie ein Hubschrauber Kurs auf das Krankenhausdach nahm und dann offenbar kurz vor dem Aufsetzen umdirigiert wurde. Er landete schließlich auf dem Sportplatz der Fachklinik.

Sind also nach der Generalprobe auf dem Dach doch noch Probleme aufgetaucht? „Nein“, versichert Helios-Sprecherin Inke Asmussen. Sie nennt einen ganz einfachen Grund für die Verzögerung, die unter aufmerksamen Anwohnern schon für Gesprächsstoff sorgt. „Unsere Mitarbeiter müssen noch für den Umgang mit dem Landeplatz geschult werden“, erklärt sie. Das sei nur bei laufendem Betrieb möglich. Solange noch im alten Krankenhaus gearbeitet wurde, waren solche Schulungen nicht möglich. Spätestens in zehn Tagen, so die Helios-Sprecherin, werden die ersten Hubschrauber auf dem Dach landen. Dann können Notfall-Patienten direkt mit einem Fahrstuhl in die Notaufnahme gebracht werden. Ein wichtiger Zeitgewinn in lebensbedrohlichen Fällen, wenn jede Sekunde zählt. Immerhin geht es auch ohne den Landeplatz auf dem Dach jetzt schon schneller als zu den Zeiten, als die Kranken oder Verletzten noch ins alte Krankenhaus an der Lutherstraße gefahren werden mussten. Denn schon damals landete der Hubschrauber meist auf dem Fachklinik-Sportplatz hinter den Schleswiger Werkstätten am Mühlenredder. Der Weg in die neue Klinik ist von dort aus wesentlich kürzer.

Im Durchschnitt fliegt der Rettungshubschrauber das Schleswiger Krankenhaus an jedem zweiten Tag einmal an. Ungefähr dreimal im Monat geschieht dies auch in der Nacht. Meistens sind Patienten an Bord, die nach einem Herzinfarkt oder einem Schlaganfall schnell Hilfe benötigen. In Einzelfällen werden Patienten auch vom Schleswiger Krankenhaus in Spezialkliniken geflogen.

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erstellt am 28.Jul.2016 | 10:15 Uhr

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