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Schleswiger Nachrichten

08. Dezember 2016 | 12:54 Uhr

Schleswig : Horror-Show auf der Freiheit

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Der zweite „Halloween-Run“ lockte wieder zahlreiche skurrile Gestalten auf die schaurige Laufstrecke.

Köln hat den Karneval-Umzug, die Stadt Schleswig den Halloween-Run. Am Sonnabend fand die zweite Auflage der skurillen Laufveranstaltung auf dem Kasernengelände auf der Freiheit statt. 222 kleine und große Gruselmonster, blutverschmierte Vampire, Hexen oder Skelette wagte sich dabei – vor ebenso vielen Besuchern – auf den Rundparcours. In Sachen Gruseligkeit legte das Veranstaltungsteam von Sport Tiedje in diesem Jahr noch eine Schippe drauf. Mit schaurigen Dekorationen, Spezial-Effekten und jeder Menge Kreativität verwandelten sie das Gelände in eine Horror-Landschaft. Nichts für Angsthasen oder Menschen mit schwachen Nerven.

Kunstnebel-Schwaden, Schwarzlicht, fieses Gelächter und Grusel-Musik umgab die Laufstrecke, die es wieder in sich hatte. Am Wegesrand gab es Schockeffekte, wie etwa ein Friedhof, der mit Fackeln und LED-Technik beleuchtet wurde. Ein Team von 25 gruselig kostümierten und mit Kunstblut verschmierten „Erschreckern“ wartete unter anderem im Kellerverlies eines alten Kasernengebäudes auf die Teilnehmer des „Halloween-Runs“, die sich nicht weniger kunstvoll verkleidet hatten. Und sie mussten immer auf der Hut sei – hinter jeder Ecke konnte plötzlich eine Horrorgestalt hervorspringen.

Viel Applaus erhielten zunächst die allerjüngsten Teilnehmer, die sich auf der 666 Meter langen „Bambini“-Laufstrecke erschrecken ließen. „Immer dem Osterhasen nach“, rief Simon Eberhardt-Alten, federführender Mitarbeiter von Sport Tiedje, den Kindern zu. Denn sein als Langohr verkleideter Kollege sorgte dafür, dass kein Kind auf der Strecke blieb. Zudem hatte das Team der Johanniter-Unfallhilfe ein Auge auf die Läufer. Im Anschluss folgte der Startschuss für die 2,22 Kilometer lange Kurzstrecke. Die erwachsenen Teilnehmer rannten schließlich drei Runden (6,66 Kilometer) – und sie freuten sich ebenso über den Applaus und den Zuspruch der Besucher. „Beim ,Halloween-Run ’ geht es nicht um Schnelligkeit, sondern um den Spaß, das Gänsehaut-Feeling und das Gruseln“, erklärte Simon Eberhardt-Alten.

Den ersten Preis für das beste Kostüm erhielt am Ende Florian Michaelis, der als „Mann mit Nagel im Kopf“ auf die Strecke ging. Gefolgt wurde der Kieler von Anna Tesdorf, die als Mumie verkleidet war und „Kürbis-Mann“ Christian Bentrup auf Platz drei. Das Team „Flensburger Straße“ konnte seinen im Vorjahr ergatterten Platz als laufstärkste Mannschaft verteidigen. Auch dafür gab es einen Pokal. Alle Läufer freuten sich zudem über das „Finisher“-T-Shirt, das sie am Ende als Erinnerung erhielten.

Warum weniger Besucher als im vergangenen Jahr auf die Freiheit kamen, konnten die Veranstalter nicht sagen. Möglicherweise mag es an der Ferienzeit oder der jüngsten „Horror-Clown-Welle“ gelegen haben. „Vielleicht haben sich deswegen einige Leute nicht getraut. Die Besucher, die hier dabei waren, hatten aber ihren Spaß“, stellte Eberhardt-Alten fest. Nur ein einziger Clown, der ein kunterbuntes Bund Luftballons mit sich führte, nahm am Rennen teil – und das war Andreas Stalla aus Schuby, der sich von seiner laufbegeisterten Tochter Jennifer mitreißen ließ. „Ich bin ein lieber Clown und kein Killer“, sagte er mit einem freundlichen Lächeln.

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