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Schleswiger Nachrichten

08. Dezember 2016 | 13:06 Uhr

Schleswig : Helios: Klinik-Schranke wird zur Staufalle

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Die Zufahrt zum neuen Krankenhaus bietet nur Platz für ein Fahrzeug. Helios reagiert auf Kritik – und plant Umgestaltung.

Schleswig | Das neue Helios-Klinikum und seine Parkplatzschranke – da gibt es ein Problem. Nicht nur, dass sich mehrere Leser in der Redaktion der Schleswiger Nachrichten deshalb gemeldet haben. Das Thema kam auch – zumindest am Rande – bei der jüngsten Bauausschusssitzung zur Sprache. Aber was genau geht da schief?

Wir haben uns die Sache am Montag einmal direkt vor Ort in der St. Jürgener Straße angesehen. Ergebnis: Man braucht keine Minute, um zu erkennen, wo das Problem liegt. Denn das wird sofort klar, sobald zwei Autos nacheinander auf das Krankenhausgelände abbiegen wollen. Es passt nämlich nur eines in die Einfahrt vor der Schranke. Das andere muss auf der Straße warten – und mit ihm alle folgenden Fahrzeuge. Das ist schon ärgerlich, wenn die Autos aus Richtung Norden kommen.

Noch schwieriger wird es aber, wenn Klinikbesucher vom Gallberg hochkommen und links auf das Gelände abbiegen müssen. Nicht wenige Fahrer stellen sich dann quer auf die St. Jürgener Straße, wenn noch ein anderes Auto vor der Schranke steht, und stoppen so den gesamten Verkehr in beiden Fahrtrichtungen. Hupkonzerte oder zumindest böse Blicke sind die Folge.

„Wir haben dieses Problem auf der Agenda“, erklärt Rathaus-Sprecherin Antje Wendt nun noch einmal auf SN-Nachfrage. Demnach habe sich die sogenannte 45er-Runde (benannt nach dem Paragrafen 45 der Straßen-Verkehrsordnung) die Schranke bereits angeschaut. Allerdings wolle man von Seiten der Stadt noch nicht tätig werden, da Helios zugesagt habe, das Problem zu lösen.

Das bestätigt Klinik-Sprecherin Inke Asmussen. Helios sei sich der schwierigen Situation bewusst und sehe bei der Zufahrt zum Besucherparkplatz „Optimierungsbedarf“. Deswegen solle der gesamte Schrankenbereich zeitnah weiter nach hinten versetzt und insgesamt großzügiger gestaltet werden. Die zuständige Fachfirma habe bereits einen entsprechenden Auftrag erhalten. „Wann genau die Maßnahme umgesetzt wird, steht aber noch nicht fest“, sagt Asmussen, die zudem von mehr Spielraum sowohl für die einfahrenden als auch die wegfahrenden Autos spricht.

Denn: Letztgenannte haben auch ein Problem, wenn sie das Gelände verlassen wollen und bei der Ausfahrt keinen möglichst weiten Bogen gefahren sind. Dann wird es schwierig, den Automaten an der Schranke, in den man das Parkticket einschieben muss, durch das geöffnete Fenster zu erreichen. Der steht nämlich direkt hinter einer engen Kurve – und nicht selten sieht man deshalb Autofahrer, die die nötige Ideallinie verpasst haben und nun umständlich aussteigen müssen, um den Automaten erreichen zu können.

Das passierte am Montag auch Hans-Martin Kusch. Angesprochen auf seinen unfreiwilligen Zwischenstopp, lächelt der Kieler zwar und nimmt es gelassen. Dann sagt er aber doch: „Ein bisschen komisch ist das mit der Schranke schon. Aber Hauptsache, meine Schwester ist hier in der Klinik gut aufgehoben.“

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erstellt am 11.Okt.2016 | 07:45 Uhr

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