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Schleswiger Nachrichten

30. September 2016 | 13:46 Uhr

Nur noch ein Grundstück frei : Es brummt weiter am Berender Redder

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Die Vorbereitungen der Stadt Schleswig für den letzten Bauabschnitt laufen bereits. Klaus Bosholm (SPD) regt zudem ein Umdenken bei Bebauung der Freiheit an.

Die Erfolgsgeschichte Berender Redder geht weiter. Von 268 Bauplätzen, die es dort bislang gibt, ist – Stand gestern – nur noch ein einziger zu haben. 35 weitere Plätze sind reserviert. Der Rest ist verkauft und inzwischen zum Großteil auch bebaut. Wer in diesen Tagen durch die Straßen des zweiten Abschnitts (123 Grundstücke) des im Norden der Stadt gelegenen Neubaugebietes fährt, kommt aus dem Staunen kaum heraus. Denn erst im vergangenen Sommer waren dort die Erschließungsarbeiten so weit abgeschlossen worden, dass die ersten Bauherren ans Werk gehen konnten. Inzwischen sind Dutzende Häuser längst bewohnt – und jede Woche kommen neue Nachbarn hinzu.

Kein Wunder also, dass man bei der Stadt bereits dabei ist, den dritten und letzten Bauabschnitt zu planen. Dieser soll in den kommenden Jahren auf den noch freien Flächen im Norden entstehen, die bis an die Straße Berender Redder heranreicht, nach der das Baugebiet benannt wurde. Zwei weitere Wohninseln mit insgesamt 68 Bauplätzen sind dort geplant. Auch die Straßennamen stehen bereits fest: Frau-Holle-Weg und Sterntalerweg (auch in den ersten beiden Bauabschnitten sind die Straßennamen der Märchenwelt entnommen).

Für das laufende Jahr sind nun bereits 20  000 Euro für die Planung des dritten Bauabschnitts in den Haushalt der Stadt eingestellt worden. Im nächsten Jahr soll es dann richtig losgehen: Denn dann könnten bereits die Erschließungsarbeiten beginnen. Dafür sind im Haushalt 2017 rund 580  000 Euro angesetzt. Bis dahin werden die ersten beiden Areale komplett fertig sein. Noch in diesem Jahr sollen die letzten Pflasterarbeiten in Abschnitt 2 angegangen und vollendet werden. Kosten: rund 500  000 Euro.

„Die Stadt hat mit der Erschließung und dem Vorhalten von Bauplätzen in die eigene Zukunft investiert. Junge Familien suchen nach wie vor nach Haus, Hof und Garten“, hatte Bürgermeister Arthur Christiansen, der zurzeit erkrankt ist, bereits im Sommer mit Blick auf den Berender Redder gesagt. Gemessen an der starken Nachfrage hatte er damit offenbar Recht – wie auch Bauausschussvorsitzender Klaus Bosholm (SPD) betont: „Auch wenn wir vor sieben Jahren, als wir den ersten Bauabschnitt planten, sicherlich nicht mit diesem tollen Erfolg gerechnet haben.“ Damals hätte man jungen Familien erstmals wieder die Möglichkeit eröffnet, innerhalb des Stadtgebietes Einfamilienhäuser zu bauen. Günstige Grundstückspreise und anhaltend niedrige Zinsen hätten sicher ihr Übriges dazu beigetragen. Aber, so Bosholm weiter: „Dieses zentrumsnahe Wohnen, bei dem man alle Einkaufsmöglichkeiten vor der Haustür hat und sich deshalb vielleicht auch ein zweites Auto sparen kann, kommt offenbar gut an. Es brummt richtig am Berender Redder. Das beweist, dass Schleswig doch ein attraktiver Wohnort ist, auch für junge Menschen“, sagt er auch mit Blick auf die Bevölkerungsentwicklung Schleswigs, die in jüngster Zeit erstmals nach vielen Jahren wieder leicht nach oben zeigt.

Dass die Möglichkeiten im Norden der Stadt nach Erschließung des dritten Bauabschnitts mit seinen knapp 70 Grundstücken ausgeschöpft sind, weiß auch Bosholm. Deshalb müsse man sich Gedanken machen, wie man Familien, die in Schleswig ein neues Zuhause suchen, auch danach noch attraktive Angebote machen könne. Dabei setzt er zum einen auf das Bauprojekt der Unternehmerin Sybille Schmid-Sindram auf dem Areal zwischen der Königstraße und den Königswiesen. Dort sollen bis 2018 rund 140 neue Mietswohnungen entstehen.

Gleichzeitig regt Bosholm aber auch an, das Konzept für die Bebauung des östlichen Teils der Freiheit noch einmal neu zu überdenken. „Ganz offenbar geht es dort nicht so voran wie geplant. Deswegen sollte man vielleicht noch einmal neue Wege gehen.“ Dass eine solche Lösung auch den Bau von weiteren Mehr- und Einfamilienhäusern einschließen könnte, wolle er dabei nicht ausschließen. „Da wäre vieles denkbar“, so Bosholm. „Wenn aber weiter so viele Menschen nach Schleswig kommen wollen, sollten wir diese Chance nicht einfach verstreichen lassen.“

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erstellt am 07.Jan.2016 | 19:00 Uhr

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