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Schleswiger Nachrichten

31. Oktober 2014 | 08:39 Uhr

Süderbrarup : Eltern sorgen für sicheren Schulweg

vom

38 Erwachsene beteiligen sich in Süderbrarup am ehrenamtlichen Lotsendienst / Einsatz jeweils vor und nach der Schule

Süderbrarup | Seit 1998 gibt es "Elternlotsen" an der Grundschule Süderbrarup, die heute Brarup-Schule heißt. Wolrad Schwarz, Vorsitzender der Kreisverkehrswacht und Kreispräsident Eckhard Schröder in seiner Eigenschaft als Verkehrslehrer dankten ihnen jetzt für den zuverlässig erbrachten verantwortungsvollen Dienst.

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An jedem Morgen zu Schulbeginn und jeden Mittag zu Schulschluss stehen Eltern mit Warnwesten und Stopp-Kellen vor der Brarup-Schule und am Zebrastreifen in der Königstraße, um die Grundschüler sicher über die Straße zu geleiten. Organisiert wird das aktuell durch die Mütter Sandra Tordsen und Britta Plaumann.

"Jeweils für ein Vierteljahr übernimmt jede von uns diesen Job, der mit viel Telefonarbeit verbunden ist", erläuterte Tordsen und stellte fest, dass sie als Organisationskräfte wohl auch am häufigsten an der Straße stehen. "Viele Berufstätige schaffen den Morgentermin noch vor der Arbeit und können ihre Mittagspause auf den Schulschluss legen", erklärte Plaumann. Schulleiter Uwe Weidung bestätigte, dass die Organisation gut klappt: "Als ich vor drei Jahren an diese Schule kam, fand ich bereits eine funktionierende Elternlotsenlandschaft vor."

"Ich habe das Empfinden, dass diese Aufgabe von Hand zu Hand weitergegeben wird", meinte Wolrad Schwarz. Eltern, die aufhören, würden anscheinend sofort durch neue ersetzt. Deshalb sei auch die Zahl der Eltern mit 38 ähnlich hoch wie zum Start 1998, als 32 Eltern sich dieser Aufgabe annahmen. Grund war das Fehlen älterer Schüler, die den Dienst als Schülerlotsen hätten übernehmen können.

Schwarz überreichte den "Elternlotsen" nun ein Paket mit Kinokarten als "Dankeschön" der Verkehrswacht - ein Geschenk, wie es auch Schülerlotsen für ihren Dienst erhalten.

"Das ist klassisches bürgerliches Engagement, wie wir es auch in vielen anderen Bereichen gerne sehen würden", sagte Eckhard Schröder. Man habe an etlichen reinen Grundschulen des Kreises die Lotsendienste verloren, obwohl man auch dort Ausbildungen angeboten habe und die Ausrüstung gestellt hätte.

Beklagt wurde von den "Elternlotsen" das Verhalten vieler Autofahrer. "Obwohl die Bismarckstraße sehr übersichtlich ist, fahren die Autofahrer zu schnell und verursachen gefährliche Situationen", stellte Sandra Tordsen fest. Dabei fielen bedauerlicherweise sehr oft auch Eltern negativ auf. Selbst völlige Missachtung der "Elternlotsen" und auch das Herumfahren um die sichernden Personen sei bereits vorgekommen. Glücklicherweise seien jedoch bisher im Kreisgebiet keine ernsthaften Vorfälle an Lotsenübergängen bekannt geworden, stellte Schwarz, von Beruf Rechtsanwalt, fest. Er wies darauf hin, dass die Missachtung eines "Elternlotsen" verkehrsstrafrechtlich geahndet werde, wie das Fahren mit einem Promille Blutalkoholgehalt: Neben einer Strafe bleibe der Führerschein für mindestens sechs Monate in Polizeigewahrsam.

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erstellt am 11.Nov.2011 | 07:05 Uhr

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