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Schleswiger Nachrichten

25. August 2016 | 01:12 Uhr

Schleswig : Eisvergnügen mit Risiko

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Rund um Schleswig wagten sich gestern viele Menschen auf die zugefrorene Schlei. Aber die Feuerwehr warnt: „Absolut lebensgefährlich!“

Der anhaltende Frost der letzten Tage und Wochen macht es möglich: Die innere Schlei ist zu großen Teilen zugefroren. Gestern kam dann auch noch Sonnenschein und strahlend blauer Himmel dazu – ein Gesamtbild, das nicht nur viele Schleswiger ans Wasser lockte, sondern auch Besucher aus dem Umland. Manche beließen es dann aber nicht dabei, allein den Blick zu genießen und trauten sich raus aufs Eis.

Für Aufsehen sorgten dabei insbesondere mehrere Eissegler, die sowohl direkt vor der Stadt als auch in der Kleinen Breite ihre Runden drehten. Besonders mutig zeigten sich auch zwei junge Mädchen, die sich gegen Mittag mit ihren Schulranzen auf den Rücken vom Luisenbad Richtung Möweninsel aufmachten, dort kurz innehielten und dann zurück ans Ufer liefen.

„Wahnsinn“, sagt dazu Schleswigs Wehrführer Sönke Schloßmacher. „Für sowas hat es noch nicht lange genug gefroren. Gerade in der Nähe der Möweninsel gibt es Verwirbelungen und Strömungen unter Wasser, die dafür sorgen, dass die Eisschicht deutlich dünner ist als am Ufer der Königswiesen. Und wenn dann noch, so wie jetzt, Schnee auf dem Eis liegt, sieht man die kritischen Stellen nicht einmal.“ Deshalb spricht Schloßmacher von einer „absoluten Lebensgefahr“. Wer so leichtfertig handele, bringe nicht nur sich selbst in eine gefährliche Situation, sondern auch diejenigen, die im Notfall als Retter herbeieilen. „Wir sind zwar gut ausgerüstet für die Eisrettung, aber das sind immer äußerst kritische Einsätze.“

Den meisten Spaziergängern war diese Gefahr gestern durchaus bewusst. Wenn sie das Eis betraten – etwa am Holm oder zum Eishockey-Spielen in Winningmay – blieben sie in Ufernähe. Also dort, wo sie im Notfall noch in der Schlei stehen könnten.

Offiziell freigegeben ist das Betreten des Eises übrigens nicht. Zudem ist ab heute Tauwetter angesagt. Wer sich dennoch aufs Glatteis wagt, handelt auf eigenes Risiko. „Ich hoffe aber, die Leute bleiben vernünftig“, warnt Sönke Schloßmacher.

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erstellt am 23.Jan.2016 | 07:04 Uhr

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