zur Navigation springen

Schleswiger Nachrichten

08. Dezember 2016 | 15:30 Uhr

Süderbrarup : Eine Baustelle ohne Probleme

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Der Bau des Bildungscampus verläuft planmäßig. Die Sanierung der Gemeinschaftsschule kostet mehr als zwei Millionen Euro

Bauprojekte scheinen fast immer mit enormen Zeitverzögerungen und Kostensteigerungen verbunden zu sein. Die Elbphilharmonie in Hamburg und der Rendsburger Kanaltunnel sind dafür markante Beispiele. Dass es auch anders geht, zeigt der Bau des Bildungscampus in Süderbrarup. Das Großprojekt entwickelt sich in aller Stille weiter, wie im Schul- und Jugendausschuss des Amtes Süderbrarup deutlich wurde: Bisher ist hier terminlich und kostenseitig alles im Plan. Ende Oktober wurde die Sohle des letzten Bauteils betoniert, im westlichen Teil beginnen bereits die Arbeiten am Dachstuhl. Die letzte Decke wird Mitte Januar betoniert, sodass Ende Januar bereits die Holzbalkendecke verlegt werden kann. Die ersten Fenster werden noch in diesem Monat eingesetzt. Unabhängig von der Witterung soll der Innenausbau wie geplant im Februar beginnen. Einen Stolperstein bei der Planung gab es bisher nur bei der Ausstattung der Küche. Deren Abläufe sind jetzt doch komplexer als ursprünglich vorgegeben. Zurzeit werden zwei neue Varianten geprüft.

Die Haushalte der Schulen für das Jahr 2017 wurden dem Amtsausschuss zur Genehmigung empfohlen. Sie orientieren sich an den Zahlen des laufenden Jahres. Die Gemeinschaftsschule rechnet im nächsten Jahr mit einem Zuwachs von 42 Schülern. Sie erhält 15  000 Euro zusätzlich für die Ausstattung einer Klasse mit Tablets, Beamer für die fünften Klassen und Ausstattung der Mensa. Mit der Eröffnung des Bildungscampus werden die Haushalte der drei Grundschulen zusammengeführt. Außerdem soll dort eine offene betreute Grundschule bereitgestellt werden.

Es zeigte sich allerdings, dass es auch in Süderbrarup Probleme gibt. Den Ausschuss-Mitgliedern verschlug es erst einmal die Sprache, als sie erfuhren, dass der Sanierungsbedarf der Gemeinschaftsschule bei mehr als zwei Millionen Euro liegt. In drei Aktenordnern hatte Architekt Madjid Shahbazi die Untersuchungsergebnisse von Dach, Fassade und Fenstern aufgelistet und bewertet.

Doch Amtsvorsteher Thomas Detlefsen ließ sich von dieser Summe nicht bange machen. „Wir müssen wissen, was bei einer energetischen Sanierung auf uns zukommt“, erklärte er. Und er gab auch gleich einen Fünfjahresplan als Lösungsweg vor: „Es muss festgelegt werden, wie viel Geld jedes Jahr zur Verfügung steht.“ Erst dann könne man in Abstimmung mit dem Architekten einen Ausführungsplan erstellen.

Denn es kneift im Amt auch noch an anderen Ecken. So ist das Dach der Claus-Jeß-Halle nach der Renovierung und dem Teilneubau vor acht Jahren immer noch undicht. Man geht im Amt davon aus, dass dies am Bauunternehmen liegt. Allerdings ist unklar, wie dies bewiesen werden kann. Das Thema wurde dem Amtsausschuss übertragen.

Im Stadion der Gemeinschaftsschule ist die Drainage verstopft. Es wurde empfohlen, eine Rohrreinigungsfirma mit der Sanierung zu beauftragen. Die maximale Abrechnungssumme wurde auf 2000 Euro festgesetzt. Doch kann Amtsvorsteher Thomas Detlefsen bei geänderten Randbedingungen diese Summe erhöhen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen