zur Navigation springen

Schleswiger Nachrichten

05. Dezember 2016 | 03:27 Uhr

Verein Verwaister Eltern : Ein Wald für verstorbene Kinder

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Verein lädt betroffene Familien zur vierten Pflanzaktion auf Föhr ein.

Gegründet und aufgebaut wurde er in Schleswig. Aber die Nachfrage von Betroffenen auch weit über die Stadtgrenzen hinaus ist seit Jahren so groß, dass sich der Verein für Verwaiste Eltern und trauernde Geschwister längst zu einem Landesverband weiterentwickelt hat. „Wir betreuen inzwischen mehrere hundert Familien in ganz Schleswig-Holstein“, sagt Koordinatorin Anja Heitmann-Flor.

In erster Linie werden dabei Gesprächsgruppen angeboten, aber auch verschiedene Projekte und Aktionen, die den Betroffenen bei ihrer Trauerbewältigung helfen. Die wohl größte öffentliche Aufmerksamkeit hat in jüngster Zeit das vom Verein initiierte Pflanzen von sogenannten „Himmelsbäumen“ erlangt. Im April 2015 ist auf der Insel Föhr ein Gedenkwald eingeweiht worden, auf dem Familien für ihr verstorbenes Kind gemeinsam jeweils einen Baum zur Erinnerung pflanzen können. Inzwischen haben dort drei dieser Aktionen stattgefunden, so dass auf dem Gelände in Wyk heute bereits mehr als 100 „Himmelsbäume“ wachsen. In ihrer Mitte steht ein kunstvoll gestalteter Dalben, der das Symbol des Landesverbandes der Verwaisten Eltern, einen Schmetterling trägt.

Am kommenden Sonnabend (ab 11 Uhr) können Eltern oder Geschwister dort nun zum vierten Mal einen Baum pflanzen. „Dieser symbolische Akt hat für viele betroffene Familien einen sehr hohen Stellenwert“, sagt Heitmann-Flor mit Blick auf die Erfahrungen aus den ersten drei Pflanzaktionen. So kämen auch immer wieder Menschen zu den Veranstaltungen, die bereits bei einem der ersten Termine einen Baum gepflanzt hätten. Wer am Sonnabend dabei sein möchte, kann sich noch anmelden (Tel.: 04621/995334 oder per Mail an info@vesh.de).

Der Verein, der sich stetig weiter professionalisiert, sucht derweil noch immer nach neuen Büroräumen in Schleswig. Von hier aus sollen nicht nur die Kurs- und Betreuungsangebote in der Schleistadt, sondern auch diejenigen, die in Flensburg, Kiel, Neumünster, Plön, Itzehoe, Eutin und demnächst auch an der Westküste angeboten werden, koordiniert werden.

zur Startseite

von
erstellt am 25.Okt.2016 | 18:57 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen