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Schleswiger Nachrichten

11. Dezember 2016 | 01:26 Uhr

Schleswig : Ein Spatenstich als Meilenstein

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Die Pläne für den Bau der Feuerwache am Karpfenteich nehmen Form an. Auch ein euer Pendler-Parkplatz kommt.

Der Zeitpunkt war ganz bewusst gewählt. Im Rahmen der Feierlichkeiten anlässlich des 150-jährigen Bestehens der Schleswiger Brandschützer gab es gestern ein Extra-Bonbon für die Kameraden: Die Stadt lud ein zum ersten Spatenstich für die neue Feuerwache am Karpfenteich. Dazu waren – dem Anlass entsprechend – zahlreiche Mitglieder der Wehr in Ausgeh-Uniform auf den Schotterparkplatz nahe des Bahnhofes gekommen. Dazu gesellten sich etliche Vertreter aus Politik und Verwaltung. „Das ist ein historischer Moment und echter Meilenstein für uns. Es wird sich vieles verbessern“, betonte dann auch der sichtlich zufriedene Wehrführer Sönke Schloßmacher. Schließlich hoffe man bereits seit Jahren auf die Realisierung der Neubaupläne. Denn die alte Friedrichsberger Wache am Erdbeerenberg entspricht schon lange nicht mehr den Anforderungen an eine moderne Feuerwehr. „Wir freuen uns deshalb schon darauf, dass wir uns künftig nicht mehr die Finger einklemmen, wenn wir die Türen der Einsatzfahrzeuge aufmachen“, sagte Schloßmacher mit Blick auf die sehr enge alte Fahrzeughalle.

In der Bauausschussitzung im Juni wird das städtische Bauamt die konkreten Pläne für den Bau der Wache öffentlich präsentieren, erklärte dessen Leiterin Manja Havenstein, die mit einem Abschluss der Vorbereitungen bis Ende des Jahres rechnet. Im Frühjahr 2017 könnte dann Baubeginn sein. Ein Jahr später, so hofft sie, soll die Feuerwehr ihr neues Zuhause beziehen.

Bürgermeister Arthur Christiansen kündigte dazu an, dass man mit den bislang kalkulierten Kosten von rund 3,56 Millionen Euro voraussichtlich nicht hinkommen werde. „Wir gehen aber mit Augenmaß an diese Aufgabe. Es wird keine visionären Pläne geben, aber wir machen das, was nötig ist.“

Auf dem rund 12  400 Quadratmeter großen Grundstück soll demnach eine Halle mit Platz für zehn Feuerwehrfahrzeuge entstehen. Hinzu kommen eine Werkstatt, eine Waschhalle, Schulungsräume, Umkleidekabinen und Duschräume. Davon soll nicht nur der etwa 30 Mann (und Frau) starke Friedrichsberger Löschzug profitieren, sondern auch die Schleswiger Jugendfeuerwehr. „Gerade für die bedeutet ein neues Gebäude sicherlich auch einen Motivationsschub“, hofft Schloßmacher, der sich ausdrücklich für die Unterstützung des Bauausschusses als auch des Bauamtes bedankte, „die uns geholfen haben, dass wir hier nun endlich eine neue Wache bekommen“.

Auch für die Berufspendler, die bislang den Parkplatz nutzen, auf dem der Neubau entsteht, gibt es eine gute Nachricht: Die Verhandlungen mit der Bahn über den Kauf eines Grundstücks jenseits der Bahnschienen (direkt am Gleis 3, von dem die Züge Richtung Hamburg und Kiel abfahren) stehen laut Manja Havenstein kurz vor dem Abschluss. Schon im nächsten Jahr könnte die Fläche als Parkplatz hergerichtet sein.

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erstellt am 28.Mai.2016 | 07:33 Uhr

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