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Schleswiger Nachrichten

04. Dezember 2016 | 17:18 Uhr

Offene Ateliers in Schleswig : Ein Motto – 17 Blickwinkel

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Am Wochenende lädt eine Gruppe Schleswiger Künstler wieder zu den Offenen Ateliers ein. Das Thema lautet diesmal „Freiheit/en“.

Sie sind aus der Schleswiger Kunstszene eigentlich gar nicht mehr wegzudenken: die Offenen Ateliers. Am kommenden Wochenende findet die Veranstaltung nun bereits zum achten Mal statt – und nie zuvor gab es so viele Teilnehmer wie dieses Mal. 17 Künstler (siehe Infokasten) präsentieren an 14 Orten ihre Werke und lassen sich dabei auch bei der Arbeit über die Schultern schauen. „Die Resonanz auf die Aktion ist sehr gut und wird von Jahr zu Jahr besser. Inzwischen kommen auch Gäste aus Kiel, Flensburg oder Husum. Und auch für uns Teilnehmer sind diese beiden Tage immer etwas ganz Besonders“, sagt die Sprecherin der Gruppe, Susanne Pertiet.

Wie bereits in den Vorjahren stehen die Offenen Ateliers auch diesmal wieder unter einem Motto. So haben sich die beteiligten Künstler bereits Anfang des Jahres auf das Thema „Freiheit/en“ geeinigt. „Wir hatten also genug Zeit, uns vorzubereiten und eigene Werke zu dem Motto zu kreieren“, sagt Jutta Kulcke, die ihr Atelier im Hornbrunnen hat. Das Thema „Freiheit/en“ haben dabei sehr viel Spielraum geboten. Und so sind am Ende 17 ganz verschiedene Bilder, Druckgrafiken oder Collagen entstanden, die einerseits eine Form von „frei sein“ dokumentieren, oder andererseits auch die Grenzen von Freiheit aufzeigen.

Wie die Erfahrung aus den Vorjahren zeigt, werden der Inhalt und die Umsetzung der Bilder am Wochenende für reichlich Gesprächsstoff zwischen den Künstlern und den Besuchern sorgen. „Da wird manchmal sehr kontrovers diskutiert. Insbesondere, wenn es um politische Themen geht“, sagt Jutta Kulcke. In erster Linie aber wollten die Gäste, die meistens mehrere Ateliers hintereinander abklappern, sehen, wie sie und ihre Kollegen arbeiten. „Viele Leute erzählen einem, dass sie selbst malen und möchten dann Tipps bekommen, wie sie dies und jenes vielleicht besser machen können. So kommt man dann ins Gespräch“, sagt auch Claus Vahle, der am Sonnabend ab 17 Uhr zusätzlich zu einer Diskussionsrunde zum Thema „68er Generation“ einlädt.

Im Mittelpunkt sollen aber bei ihm – wie auch bei seinen Mitstreitern – die Bilder und die Kunst stehen. Passend dazu werden wieder sämtliche Werke, die im Rahmen der Aktion entstanden sind, in einer Ausstellung in der VHS gezeigt. Zur Eröffnung am Mittwoch, 16. November, um 19 Uhr wird Christian Walda, Gemäldekurator des Landesmuseums für Kunst und Kulturgeschichte auf Schloss Gottorf, die einführenden Worte sprechen. Er hat auch das Vorwort für den Katalog geschrieben, von dem zu den diesjährigen Offenen Ateliers 1000 Exemplare gedruckt wurden. Sie liegen nun bei den Künstlern selbst aber auch in der VHS sowie bei den vielen Sponsoren, die die Aktion unterstützen, aus.

Am Mittwoch, 30. November, laden die Künstler schließlich begleitend zur Ausstellung um 19 Uhr zu einer Diskussion über ihre Werke in die Volkshochschule ein.

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erstellt am 03.Nov.2016 | 07:17 Uhr

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