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Schleswiger Nachrichten

05. Dezember 2016 | 21:44 Uhr

„Schubi-du-da“ : Duo setzt Schuby ein musikalisches Denkmal

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Klaus Nissen und Peter Haax wollten schon immer mal ein Lied über das Dorf auf der Geest schreiben.

Zwei Musiker aus Schleswig-Holstein, das Duo „Watt?“, haben der Gemeinde Schuby ein musikalisches Denkmal gesetzt, denn schließlich ist der Ort wohl das meistbesungene Dorf im hohen Norden. Ja, richtig gelesen. Warum? Die Antwort liegt auf der Hand: Unzählige Chöre hauchen in zahlreichen Liedern dieser Welt ein seichtes „Schubi-du-da“ ins Mikro.

Das fiel Klaus Nissen, der gebürtig aus aus Dollerupholz kommt, und Peter Haax, jedes Mal auf, wenn sie an der Autobahnabfahrt Schleswig/Schuby vorbeifuhren. „Wir müssen unbedingt einen Song darüber schreiben“, dachten sie immer wieder, wenn sie das Schild mit dem Auto passierten. Jetzt haben sie es getan: Gestern feierte ihr Lied bereits Premiere bei Youtube. Es beginnt mit Hähnekrähen und Pferdegewieher, bevor die Ukulele, gespielt von Peter Haax, einsetzt.

Im Video dazu huschen Kühe durchs Bild, Pferde grasen auf der Wiese – das Video spielt mit Klischees. Ganz so ernst zu nehmen sei es freilich nicht. Dafür ist es aber sehr unterhaltsam. Zwischendurch singt ein Chor, um Schuby selbst geht es aber weniger. Der Text spielt vielmehr mit Wortwitzen – und er ist komplett auf Platt. Klaus Nissen, der Sänger, hat ihn geschrieben. „Platt ist meine Muttersprache“, erzählt der 58-Jährige, nicht ohne Augenzwinkern. Nissen möchte das Plattdeutsche erhalten. Er hofft, mit seinem Song einen kleinen Teil dazu beitragen zu können. „Das Plattdeutsche erlebt ja gerade ein kleines Revival, das find’ ich gut“, sagt er.

Bei den Freunden kam das Video schon mal gut an. Und die Musiker freuen sich über die ersten 400 Klicks. Eigentlich arbeitet Nissen als Lehrer in Kiel, unterrichtet Deutsch als Zweitsprache. Daher sind auch einige Schüler aus seinem Kurs im Video zu sehen. Manche von ihnen singen im Chor, andere haben im Hintergrund mitgeholfen. So hat die Dokumentarfilmerin Sara aus Syrien den Videodreh übernommen.

Übrigens: Falls jemand auf die Idee kommen sollte, den Bauernhof aus dem Video in Schuby zu suchen – er wird wohl nicht fündig. Gedreht wurden die meisten Szenen nämlich gar nicht in Schuby, sondern auf dem Bauernhof von Nissens Bruder in Dollerupholz.

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